🚨 COINBASE ADDS $XRP, $ADA, $LTC AS COLLATERAL FOR ONCHAIN LOANS
U.S. users can now borrow up to $100,000 in $USDC against $XRP, Cardano, and Litecoin via Morpho on Base, as Coinbase’s crypto-backed lending products expand beyond Bitcoin and Ether. pic.twitter.com/SI12IspUmu
— Blockchain Daily (@blckchaindaily) February 18, 2026
Details: Neue Standards bei Coinbase und Ledn
Coinbase setzt bei seiner Expansion auf technische Innovation. Die Börse integriert das DeFi-Protokoll Morpho auf der Layer-2-Blockchain Base, um das Kreditgeschäft abzuwickeln. US-Nutzer (mit Ausnahme von New York) können bis zu 100.000 US-Dollar in $USDC leihen. Neu ist hierbei die Diversifizierung der Sicherheiten: Neben den klassischen Schwergewichten Bitcoin und Ethereum werden nun auch Altcoins wie $XRP, Cardano ($ADA) und Litecoin ($LTC) akzeptiert. Dies wertet diese Assets faktisch zu institutionell nutzbaren Sicherheiten auf.
Ledn hingegen schlug am 18. Februar 2026 eine Brücke zum klassischen Rentenmarkt. Das Unternehmen realisierte die erste Verbriefung eines durch Bitcoin besicherten Kreditportfolios. Dabei wurden Anleihen im Wert von 188 Millionen US-Dollar emittiert, die durch über 4.000 Bitcoin gedeckt sind. Bemerkenswert ist, dass eine Tranche dieser Verbriefung ein Investment-Grade-Rating erhielt. Organisiert wurde die Transaktion von der Jefferies Financial Group. Dies ist ein Novum, da es Krypto-Kredite in ein für traditionelle Vermögensverwalter kaufbares Format transformiert – ähnlich wie Banken wie die ING Privatanlegern regulierten Zugang über ETNs bieten.
Chancen und Risiken: Liquidität versus Volatilität
Für Investoren bietet das moderne Crypto-Lending attraktive Möglichkeiten. Der primäre Vorteil liegt in der Liquiditätsbeschaffung ohne Veräußerung der Assets. Wer langfristig von steigenden Kursen überzeugt ist („HODLer“), kann so Kapital für Anschaffungen oder Re-Investments freisetzen, ohne seine Position im Markt aufzugeben. Technologisch fortschrittliche Liquidations-Engines, wie sie Ledn verwendet, haben laut Unternehmensangaben bislang verhindert, dass das Protokoll Verluste erleidet, was das Gegenparteirisiko im Vergleich zu 2022 reduziert.
Dennoch bleiben spezifische Risiken bestehen. Die Volatilität der als Sicherheit hinterlegten Coins (besonders bei Altcoins wie $ADA oder $LTC) kann schnell zu einer automatischen Liquidation führen, wenn der sogenannte „Loan-to-Value“ (LTV) kritische Marken überschreitet. Zudem bestehen bei DeFi-Integrationen wie Morpho immer Restrisiken bezüglich Smart-Contract-Fehlern.
Für deutsche Anleger ist zudem die steuerliche Komponente essenziell. Während Kredite selbst meist kein steuerbares Ereignis auslösen, kann die Verwendung der Mittel oder eine zwangsweise Liquidation komplexe steuerliche Folgen haben. Ein genauer Blick auf die regulatorischen Rahmenbedingungen ist daher ratsam, ähnlich wie beim Vergleich der Bitcoin-Besteuerung zwischen europäischen Nachbarn.
Ausblick: Der Weg zu Real World Assets (RWA)
Die aktuellen Schritte von Coinbase und Ledn dürften erst der Anfang einer tiefergehenden Integration von Krypto-Assets in das globale Finanzsystem sein. Analysten erwarten, dass 2026 das Jahr der "Real World Assets" wird, in dem Blockchain-basierte Kredite zunehmend standardisiert und verbrieft werden. Dies könnte die Kapitalkosten für Krypto-Nutzer senken und gleichzeitig die Liquidität im Gesamtmarkt erhöhen. Trotz regulatorischer Gegenwinde in einigen Jurisdiktionen zeigt der Trend klar in Richtung professioneller, besicherter Kreditmärkte, die sich deutlich von den experimentellen Modellen der vergangenen Jahre unterscheiden.