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Schweizer BancaStato integriert Bitcoin und Solana in ihre Banking-App

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Die Schweizer Bank BancaStato erweitert ihr Angebot um Krypto-Dienstleistungen. Kunden können künftig direkt über die bestehende Banking-App Bitcoin (BTC), Ether (ETH), Litecoin (LTC) und Solana (SOL) kaufen, verkaufen und verwahren.

Möglich wird das neue Angebot durch eine Zusammenarbeit mit der Bank für digitale Vermögenswerte Sygnum und dem Bankensoftwareanbieter Avaloq. Damit reiht sich BancaStato in eine wachsende Gruppe europäischer Banken ein, die regulierte Krypto-Dienstleistungen anbieten.

Bitcoin und Solana direkt über die Bank

BancaStato ist eine Regionalbank im Süden der Schweiz und hat sich an die Business-to-Business-Plattform von Sygnum angeschlossen. Kunden können dadurch über ihr vertrautes Onlinebanking und die mobile App mit Bitcoin, Ether, Litecoin und Solana handeln.

Nicht nur der Handel, auch die Verwahrung der digitalen Vermögenswerte läuft vollständig über die Bank. Kunden müssen damit keine separate Kryptobörse und keine externe Wallet mehr nutzen.

Nach Angaben von Sygnum nutzen inzwischen mehr als 25 Finanzinstitute die Plattform, um regulierte Dienstleistungen für digitale Vermögenswerte anzubieten.

Integration soll Einführung von Krypto-Angeboten beschleunigen

Das Angebot basiert auf einer direkten Anbindung zwischen der Infrastruktur von Sygnum und dem Kernbankensystem von Avaloq. Durch diese Integration können Banken Krypto-Dienstleistungen anbieten, ohne eine eigene Handelsplattform entwickeln zu müssen.

Nach Angaben von Fritz Jost, Chief B2B Officer von Sygnum, ist BancaStato die erste Bank, die Avaloqs Software-as-a-Service-Plattform auf diese Weise nutzt. Er sieht darin einen wichtigen Schritt hin zu einer skalierbaren und regulierten Infrastruktur für digitale Vermögenswerte.

Sygnum arbeitet inzwischen auch mit mehreren europäischen Banken zusammen, darunter Société Générale-FORGE, PostFinance und VZ Depotbank.

MiCA-Lizenz öffnet Zugang zu europäischen Banken

Ende Juni erhielt Sygnum Europe AG, die Liechtensteiner Tochtergesellschaft von Sygnum, eine Zulassung als Anbieter von Krypto-Dienstleistungen (CASP). Erteilt wurde die Lizenz von der liechtensteinischen Finanzmarktaufsicht FMA; sie fällt unter die europäische MiCA-Regulierung.

Nach Einschätzung von Jost können europäische Banken dank dieser Lizenz die Infrastruktur von Sygnum nutzen, ohne selbst ein langwieriges Zulassungsverfahren durchlaufen oder eine eigene Handels- und Verwahrplattform aufbauen zu müssen. Die Banken bleiben dabei für die Einhaltung der geltenden Gesetze und Vorschriften verantwortlich, während Sygnum die Technologie für die Krypto-Verwahrung, die Ausführung von Transaktionen und die zugrunde liegende Infrastruktur bereitstellt.

Jost zufolge können Banken dadurch innerhalb weniger Monate neue Krypto-Dienstleistungen starten. Die Entwicklung einer vollständig eigenen Lösung dauert in der Regel mehrere Jahre.

Die Lizenz wurde kurz vor dem Ende der MiCA-Übergangsfrist am 1. Juli erteilt. Sygnum Europe darf diese regulierten Dienstleistungen damit nun in der gesamten Europäischen Union anbieten.

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