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Bitcoin-ETFs bleiben gefragt – Raoul Pal sieht Liquiditätszyklus bis 2027

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Die US-Spot-Bitcoin-ETFs haben die dritte Woche in Folge Nettozuflüsse verzeichnet. Gleichzeitig drehten die Ethereum-Produkte wieder ins Minus. Für zusätzlichen Rückenwind am Kryptomarkt könnte laut Makro-Investor Raoul Pal in den kommenden Monaten vor allem ein Faktor sorgen: eine Verlängerung des globalen Liquiditätszyklus bis weit ins Jahr 2027.

In der vergangenen Woche flossen netto 241,1 Millionen Dollar in die US-Spot-Bitcoin-ETFs. Damit stiegen die kumulierten Nettozuflüsse seit dem Start der Produkte auf rund 57,8 Milliarden Dollar. Seit Jahresbeginn liegen die Zuflüsse bei etwa 1,2 Milliarden Dollar. Bitcoin notierte zuletzt bei rund 86.200 Dollar und damit etwa 3,7 Prozent höher als eine Woche zuvor.

Bei Ethereum zeigt sich dagegen ein schwächeres Bild. Die Spot-ETFs verbuchten zuletzt Nettoabflüsse von 138 Millionen Dollar, nachdem in der Vorwoche noch 690 Millionen Dollar zugeflossen waren. Seit Jahresbeginn bleibt die Bilanz mit rund 1,5 Milliarden Dollar allerdings positiv. Ether wurde zuletzt bei etwa 2.727 Dollar gehandelt.

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Auch bei den kleineren Krypto-ETFs fällt das Bild gemischt aus. Zcash-Produkte verzeichneten mit rund 94 Millionen Dollar erstmals einen wöchentlichen Nettoabfluss. Solana- und XRP-ETFs setzten ihre Zuflussserien dagegen mit 2,4 beziehungsweise 4,7 Millionen Dollar fort. Gleichzeitig kühlte sich die Marktstimmung etwas ab: Der Crypto Fear & Greed Index sank von 74 auf 70 Punkte, bleibt damit aber deutlich im Bereich „Greed“.

Raoul Pal setzt auf steigende Liquidität

Makro-Investor Raoul Pal hält es derweil für möglich, dass der aktuelle globale Liquiditätszyklus länger anhält als üblich. Der derzeitige Schuldenzyklus sei bereits rund 5,8 Jahre alt und würde unter normalen Umständen im ersten oder zweiten Quartal 2027 in seine späte Phase eintreten.

Pal sieht allerdings zwei Faktoren, die für eine Verlängerung sprechen: den hohen Finanzierungsbedarf der Staaten und die massiven Investitionen in KI-Infrastruktur. Beide Entwicklungen erforderten große Mengen Kapital und könnten deshalb eine anhaltend hohe Liquidität im Finanzsystem begünstigen.

Für den Kryptomarkt betrachtet Pal vor allem den US-Dollar als entscheidenden Indikator. Sollte der Dollar-Index DXY erneut nach unten drehen und seine bisherigen Tiefs unterschreiten, wäre dies aus seiner Sicht ein wichtiges Signal für verbesserte Liquiditätsbedingungen und eine mögliche Fortsetzung des Krypto-Aufschwungs.

Langfristig sieht Pal zudem eine direkte Verbindung zwischen KI und Krypto. Autonome KI-Agenten könnten künftig eigenständig Zahlungen und Transaktionen durchführen und damit zusätzliche Nachfrage nach digitaler Finanz- und Blockchain-Infrastruktur schaffen.

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