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Genervt von KI-Agenten auf der Arbeit? Warum das laut Nvidias CEO eine gute Sache ist

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Viele Unternehmen surfen auf der Welle der KI-Euphorie mit. Während einige – wie eine Oxford-Professorin – vor den Risiken von Künstlicher Intelligenz im Arbeitsalltag warnen, ist Nvidias CEO Jensen Huang ein Befürworter dieser Entwicklung. Über die Auswirkungen von KI-Agenten am Arbeitsplatz hat er jetzt in einem Panel an der Stanford Graduate School of Business gesprochen.

KI-Agenten sollen uns nerven, damit wir besser arbeiten

Im ersten Moment klingt seine Vorstellung von Arbeit mit KI-Agenten wenig positiv. Er sagt dazu: „Eure KI-Agenten werden euch belästigen, Micromanagement betreiben, und ihr werdet so beschäftigt wie nie zuvor sein“. Er gibt dafür ein Beispiel aus den eigenen Reihen. Bei Nvidia arbeiten schon jetzt zahlreiche Programmierer:innen mit KI-Agenten. Laut Huang sind es genau diese Personen, die so viel zu tun haben, wie nie zu vor:

Der Nvidia-CEO sagt dazu: „Früher hatten sie eine Idee und dann haben sie daran gecodet und das hat Zeit gekostet. Jetzt haben sie eine Idee und es benötigt keine Zeit mehr zum Coden. Jetzt warten plötzlich der Computer und die Firma auf deine nächste Idee. Man ist jederzeit auf einem kritischen Pfad.“ Die KI-Agenten tragen dazu bei, indem sie die Programmierer:innen ständig nach neuen Aufgaben fragen und gelegentlich auch damit nerven. Laut Nvidias CEO führt das dazu, dass wir Arbeiten in größerem Umfang erledigen können und „darüber nachdenken, Dinge zu tun, die wir uns nie vorstellen konnten.“

Im Rahmen des Panels sprach Huang auch darüber, ob besagte KI-Agenten dafür sorgen könnten, dass eine Reihe von Jobs überflüssig werden. Er sagt dazu: „Wenn man darüber nachdenkt, sind der Zweck eures Jobs und eure Aufgaben, die ihr bei eurer Arbeit erledigt, zwar miteinander verbunden, aber nicht identisch. Wenn ich mich dafür als Beispiel nehme, könnte jemand feststellen, dass Jensen für seine Arbeit nur tippt und spricht. Und Schreiben und Sprechen sind zwei Bereiche, die durch KI auf ein superhumanes Level automatisiert wurden“. Der Nvidia-CEO fügt hinzu: „Und trotzdem bin ich beschäftigter als je zuvor.“

Allerdings gibt es laut dem CEO auch Jobs, bei denen Zweck und Aufgaben nicht so weit auseinandergehen. Diese Berufe könnten von KI beeinflusst werden. Dennoch glaubt Huang daran, dass am Ende dieser „technologischen“ und „industriellen Evolution“ mehr Jobs als je zuvor stehen werden. So, wie es schon zuvor bei solchen großen Umschwüngen der Fall war.

t3n.de