de
Zurück zur Liste

Warum Stablecoins zur größten Bedrohung für Banken und Zahlungsriesen werden könnten

source-logo  bitcoinnews.ch 2 S
image

Der neue Stablecoin-Report von KuCoin Ventures ist interessant, weil er zeigt, dass Stablecoins längst kein Nischenthema der Kryptobranche mehr sind, sondern zunehmend Teil der globalen Finanz- und Geopolitik werden. Laut dem Bericht erreichte die Marktkapitalisierung der wichtigsten fiatgedeckten Stablecoins bereits rund 235 Milliarden US-Dollar, wobei Tether und Circle den Markt dominieren.

Besonders bemerkenswert ist die Beobachtung, dass Tether mittlerweile rund 120 Milliarden US-Dollar in US-Staatsanleihen hält – mehr als manche Nationalstaaten. Dadurch werden Stablecoin-Emittenten zu wichtigen Käufern amerikanischer Staatsanleihen und damit indirekt zu einem Faktor für die Finanzierung der USA.

Der Report analysiert zudem die regulatorischen Unterschiede zwischen den USA, der EU, Japan, Singapur und Hongkong. Während die USA Stablecoins gezielt zur Stärkung der Dollar-Dominanz einsetzen könnten, verfolgt die EU mit der MiCA den weltweit umfassendsten Regulierungsrahmen.

Spannend ist auch die These, dass Stablecoins traditionelle Zahlungsnetzwerke angreifen könnten. Während internationale Kartenzahlungen oft mehrere Tage dauern und Gebühren von rund 2 Prozent verursachen, ermöglichen Stablecoins auf Netzwerken wie Solana nahezu sofortige Transaktionen zu Kosten von wenigen Cents.

Für Bitcoin-News-Leser ist der Report deshalb relevant, weil er verdeutlicht, dass die nächste große Wachstumsphase der Kryptobranche möglicherweise nicht von Bitcoin oder Memecoins, sondern von Stablecoins ausgeht. Sie entwickeln sich zunehmend zur Brücke zwischen klassischem Finanzsystem, Blockchain-Anwendungen und künftig sogar KI-gesteuerten Zahlungssystemen.

bitcoinnews.ch