- Coinbase-CEO Brian Armstrong ist der Ansicht, dass noch viel Arbeit nötig ist, um die derzeitigen Zahlungs- und Abwicklungsinfrastrukturen zu verbessern.
Die Blockchain-Technologie hat im Laufe der Jahre einen exponentiellen Anstieg bei der Akzeptanz erlebt. Sie hat maßgeblich dazu beigetragen, eine Brücke zwischen den traditionellen Finanzen (TradFi) und dem stets online verfügbaren Web3-Ökosystem zu schlagen.
Brian Armstrong, CEO von Coinbase, betonte jedoch, dass bei der Modernisierung des Finanzsystems noch viel zu tun sei. Kürzlich nannte er die Bereiche, in denen noch erhebliche Veränderungen nötig sind.
Tokenisierte RWAs
Armstrong betonte, dass die Tokenisierung von Real-World Assets (RWA) unerlässlich ist, um Bargeld, Immobilien, Aktien, Anleihen, Fonds, Rohstoffe und andere Finanzprodukte in die Blockchain zu bringen. Sie ermöglicht sofortige Abwicklung, Bruchteilsbesitz und eine demokratisierte Verteilung von Wert an Privatanleger und institutionelle Investoren.
Bis heute hat sich der tokenisierte RWA-Markt zu einer 673,88 Milliarden Dollar schweren Branche entwickelt. Die größten Beitragszahler in diesem Sektor sind Repo-Geschäfte (Repo) und Stablecoins, die einen Gesamtwert von 308,67 Milliarden US-Dollar bzw. 304,84 Milliarden US-Dollar ausmachen.
Dieser Marktbereich ermöglicht einen weltweiten Handel rund um die Uhr und eine höhere Kapitaleffizienz als herkömmliche Systeme. On-Chain-verknüpfte RWAs bündeln globale Liquidität, machen sie sofort zugänglich und ermöglichen atomare Abrechnungen.
Stablecoins und agentische Zahlungen
Zudem hob Armstrong das weitgehend ungenutzte Potenzial von Stablecoins hervor. Seine Nutzung würde kostengünstige grenzüberschreitende Zahlungen in Echtzeit ermöglichen.
Der Coinbase-CEO sieht in Stablecoins auch den Motor für agentische Zahlungen, einen aufstrebenden Teilbereich der digitalen Landschaft. Dies bekräftigt seine frühere Prognose, dass die agentische Wirtschaft die menschliche Wirtschaft letztendlich überholen wird, sobald sie auf Hochtouren läuft.
Außerdem erklärte Armstrong, dass KI-gestützte Protokolle für Risiko, Kredit, Compliance und Beratung eine intuitivere Entscheidungsfindung ermöglichen. Gleichzeitig tragen sie dazu bei, das Betrugsrisiko zu mindern und den Zugang zu Kapital für die Menschen zu erweitern.
Innovationsfreundliche Regulierung
Armstrong forderte, dass Regulierungsbehörden aufhören müssen, auf Einheitsstandards zu bestehen. Stattdessen sollten sie sich bei der Ausarbeitung von Regeln auf einen risikobasierten Ansatz konzentrieren. Diese Art von Flexibilität ermöglicht mehr Innovation und fördert den Wettbewerb.
Ebenso empfahl der Coinbase-Chef, den Zugang zu offenen Protokollen zu erweitern. Diese Maßnahme würde dazu beitragen, Zwischenhändler zu reduzieren und selbstverwaltete Wallets für jeden mit einem Smartphone zu fördern.
Darüber hinaus drängte Armstrong auf vereinfachte Regeln für die Kapitalbildung. Der kostengünstige, schlüsselfertige Ansatz zur Kapitalbeschaffung würde die Gründung weiterer Startups fördern.
Schließlich sprach sich Armstrong für solides Geld aus, um die finanzielle Stabilität zu fördern. Er bezeichnete es als Zuflucht vor der Inflation, wenn die Öffentlichkeit das Vertrauen in Fiat-Geld verliert.
Die Arbeit ist noch nicht getan
Armstrong sagte, es gebe noch viel zu tun, um seine Vision in die Tat umzusetzen. Er merkte auch an, dass es erhebliche technologische Innovationen und eine bessere politische Arbeit erfordern werde, um dorthin zu gelangen.
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