- Ein Bericht von Trumps Rat der Wirtschaftsberater kam zu dem Ergebnis, dass Stablecoin-Renditen kein nennenswertes Risiko für Bankeinlagen und Kredite darstellen.
- Basisdaten zeigen, dass ein Verbot von Stablecoin-Renditen nur zu einem Anstieg der Kreditvergabe um 0,02 % führt.
Der Rat der Wirtschaftsberater (CEA) von US-Präsident Donald Trump hat kürzlich die potenziellen Auswirkungen der viel diskutierten Stablecoin-Renditen auf die Einlagen- und Kreditgeschäfte traditioneller Finanzinstitute bewertet. Das Gremium kam zu dem Ergebnis, dass eine Einschränkung dieser Funktion nur minimale Auswirkungen auf Banken hat.
Der offizielle Bericht mit dem Titel „Auswirkungen eines Verbots von Stablecoin-Renditen auf die Kreditvergabe von Banken“ präsentiert eine neue, modellbasierte Analyse, um zu untersuchen, wie die Variablen unter verschiedenen Szenarien miteinander interagieren. Er folgt unmittelbar auf die Warnung der Bank of America (BOA), dass Stablecoin-Renditen einen massiven Abfluss von Einlagen aus Banken auslösen könnten, der auf bis zu 6,6 Billionen Dollar ansteigen könnte.
Auswirkungen von Stablecoin-Renditen auf Bankeinlagen und Kredite
Die CEA stellte fest, dass die Auswirkungen der Stablecoin-Renditen im Clarity Act auf Einlagen und Kreditvergabe „quantitativ gering“ sind. Bei der Basiskalibrierung hob der Bericht hervor, dass ein Verbot von Vergütungen für das bloße Halten der digitalen Währungen die Kreditvergabe nur um 0,02 % auf 2,1 Milliarden US-Dollar erhöhen würde.
Zudem führt die Maßnahme zu Netto-Wohlfahrtskosten von 800 Millionen Dollar, was bedeutet, dass die Verluste für die Verbraucher durch diese Politik die Vorteile bei weitem überwiegen. Gleichzeitig ergibt sich ein Kosten-Nutzen-Verhältnis (CBR) von 6,6, was darauf hindeutet, dass jeder Dollar, der an wirtschaftlicher Wohlfahrt verloren geht, 6 Dollar an zusätzlichen Bankkrediten generiert.
Selbst im schlimmsten Fall ergaben sich zusätzliche Gesamtkredite in Höhe von 531 Milliarden Dollar, was zu einem Anstieg der Bankkredite um 4,4 % im Vergleich zum 4. Quartal 2025 führte. Um einen nennenswerten Einfluss auf Bankeinlagen und Kreditvergabe zu haben, müssten die Renditen von Stablecoins unter unrealistischen Bedingungen – wie der Bindung aller Reserven in nicht kreditfähigem Bargeld statt in Staatsanleihen und der Aufgabe des bestehenden geldpolitischen Rahmens durch die Federal Reserve – auf etwa das Sechsfache ihrer derzeitigen Größe ansteigen.
Eine Rechtfertigung für Coinbase
Der Bericht dient auch als überzeugende empirische Rechtfertigung für Coinbase, das kürzlich heftige Kritik einstecken musste, weil es darauf bestand, dass die Renditen von Stablecoins allein kein erhebliches Risiko für traditionelle Bankeinlagen und -kredite darstellen. Es lehnte jegliche Bemühungen der Bankenbranche ab, diese einzuschränken.
Darüber hinaus zeigt das Modell der CEA eindeutig, dass der Markt für digitale Währungen und das traditionelle Bankwesen koexistieren können, ohne die von den etablierten Institutionen befürchtete Liquiditätskrise auszulösen. Die Verallgemeinerung der Bankenseite, dass Nutzer ihre Ersparnisse in Stablecoins umschichten würden, ist im Kontext des Papiers des Weißen Hauses stark übertrieben.
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