Künstliche Intelligenz (KI) ist zu einem riesigen Schwamm für Investitionskapital geworden, was für Vermögensverwalter ein potenziell schwieriges Portfolio-Problem darstellt.
Die größten US-amerikanischen Hyperscaler werden Schätzungen zufolge in diesem Jahr mehr als 800 Milliarden US-Dollar und im Jahr 2027 über 1 Billion US-Dollar ausgeben, so Bitcoin Suisse’s Crypto Wealth Management Report 2026. Das bedeutet, dass die Anlegeraufmerksamkeit voraussichtlich „in der KI gefangen bleibt, bis der spekulative Zyklus durchbrochen wird“, so der in Zug ansässige Digital-Asset-Dienstleister.
Die Exponierung gegenüber dem Boom konzentriert sich zunehmend auf eine Handvoll Technologieunternehmen, während die Fremdfinanzierung sowohl private Investitionen als auch staatliche Ausgaben ausweitet.
Diese Kombination stärkt das Argument für eine Bitcoin-Allokation, nicht weil sie Aktien oder Anleihen ersetzt, sondern weil sie eine wirklich andere Risikoquelle in Portfolios einführt.
KI-Schulden
Bitcoin Suisse sieht überzeugende Gründe dafür, dass der Boom der KI-Infrastruktur über Jahre hinweg anhält, wobei Halbleiter, Speicher, Netzwerktechnik, Stromerzeugung und Kühlung weiterhin physische Engpässe darstellen. Die Verwundbarkeit liegt in der Ökonomie und den Kreditstrukturen, die die Expansion unterstützen sollen.
Das ist für die Portfoliokonstruktion von Bedeutung, da der KI-Handel nicht isoliert vom übergeordneten Schuldenzyklus existiert.
Die US-Bundesverschuldung hat die Marke von 40 Billionen US-Dollar überschritten, während die Renditen von Staatsanleihen auf Niveaus zurückgekehrt sind, die zuletzt während der globalen Finanzkrise verzeichnet wurden. Bitcoin Suisse bezeichnete die Bilanz der Staatsschulden als einen zunehmend wichtigen Druckpunkt für die Märkte.
Dies erschwert auch die traditionelle Reaktion auf ein aktienlastiges Portfolio, Anleihen zu kaufen. Aktien und Staatsanleihen haben sich während bedeutender Inflations-, Zins- und geopolitischer Schocks zunehmend parallel bewegt. Bitcoin Suisse argumentiert, dass dies die Annahme geschwächt hat, wonach Staatsanleihen automatisch die primäre Diversifikationsstrategie eines Portfolios darstellen sollten.
Bitcoin-Allokation
Bitcoin Suisse betrachtet Bitcoin als eine potenzielle Quelle der Portfolioresilienz: volatil und liquiditätsempfindlich wie ein Risikoasset, jedoch mit einer monetären Knappheit, die eher für traditionelle Sachwerte typisch ist.
Bitcoin ist daher kein herkömmliches Risiko-Absicherungsinstrument, warnt Bitcoin Suisse. Vielmehr bedeutet dies, dass seine zugrunde liegenden Renditetreiber ausreichend unterschiedlich sind, um potenziell die Diversifikation zu verbessern.
Seine Portfoliomodellierung gibt eine Vorstellung davon, was dies in der Praxis bedeuten könnte. Bitcoin Suisse testete Allokationen von 1%, 2,5%, 5% und 10% in einem ansonsten konventionellen Portfolio, das Aktien, Anleihen, Gold und Geldmarktanlagen enthält. Wenn Bitcoin aus Anleihen finanziert wurde, stiegen die annualisierten Renditen von 6,2% ohne BTC auf 7,2% bei 1% und 8,6% bei 2,5%.
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