Strategy hat nach einer jüngsten Verkaufsserie und Aufstockung der Cashreserve auf über 6 Milliarden USD wieder Bitcoin gekauft.
Strategy kauft 4.609 $BTC
Das Bitcoin-Treasury Unternehmen Strategy hat 4.609 Bitcoin für umgerechnet 369 Millionen USD zu einem durchschnittlichen Preis von 80,318 USD gekauft. Damit steigt der Gesamtbestand auf 845.050 $BTC.
Wie wir bereits berichteten, hatte Strategy zuletzt einen Teil seiner Bitcoin verkauft und gleichzeitig die eigene Liquidität stark erhöht. Seit Ende Juni wurden insgesamt 6.916 $BTC veräußert. Rechnet man den Verkauf von 32 Bitcoin Ende Mai hinzu, belaufen sich die Verkäufe im Jahr 2026 auf insgesamt 6.948 $BTC.
Jedoch hat Strategy in den letzten zwei Wochen keine weiteren Bitcoin verkauft. Der Bestand blieb damit bei 840.447 $BTC, die für insgesamt rund 63,36 Milliarden USD beziehungsweise durchschnittlich 75.385 USD je Bitcoin erworben wurden.
Im letzten Q&A Investorencall, über den wir ausführlich berichteten, zeigten sich CEO Phong Le als auch Saylor zunehmend bullisch. Die USD-Reserve wurde auf 6,69 Milliarden USD aufgebaut. Mit dem neuen $BTC-Kauf reagiert Strategy auf den jüngsten Kursanstieg von knapp 64.000 USD auf 78.500 USD zum Redaktionszeitpunkt.
Steht Strategy vor einer neuen Bitcoin-Kaufserie?
Strategy führte im letzten Investorentreffen aus, dass aufgrund der größeren Cashreserve schneller auf Marktbewegungen wie kurzfristige Korrekturen reagiert werden kann:
“Durch Die größere USD Cash-Reserve steht dem Management eine flexiblere Liquiditätsquelle zur Verfügung. Strategy kann so schneller auf Marktverwerfungen reagieren. […] Im Laufe des Jahres werden wir noch mehr Bitcoin kaufen.”
Zwar ist dies keine Garantie für weitere Käufe in den nächsten Wochen, jedoch hat sich das Marktumfeld und die Makrobedigungen deutlich verändert. Nach der jüngsten restriktiven Rede von Fed-Chef Kevin Warsh haben sich die Zinserwartungen am Markt deutlich verschoben.
Das CME FedWatch Tool preist für die Fed-Sitzung am 16. September inzwischen eine erhöhte Wahrscheinlichkeit von 61,9% für eine weitere Straffung der Geldpolitik ein. Höhere Zinsen sind grundsätzlich ein Belastungsfaktor für Bitcoin, da sichere Anlagen wie US-Staatsanleihen dadurch attraktiver werden und gleichzeitig die Finanzierungskosten im Finanzsystem steigen.
Für Bitcoin ist dabei weniger die Zinserhöhung selbst als vielmehr die Abweichung von den bereits eingepreisten Erwartungen entscheidend. Steigt die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung in den kommenden Tagen weiter, könnten US-Anleiherenditen und der Dollar zusätzlichen Auftrieb erhalten. Beides ist kurzfristig bärisch für Bitcoin.
Umgekehrt könnten schwächere Konjunktur- oder Inflationsdaten die Erwartungen erneut drehen. Sinkende Renditen und eine lockerere erwartete Geldpolitik würden das derzeitige Umfeld für Bitcoin entsprechend verbessern.
Der Bitcoin-Kurs verzeichnet in den letzten 24 Stunden ein Plus von 1,76% auf 78.650,23 USD. Die Marktkapitalisierung ist auf 1,58 Billionen USD gestiegen.