de
Zurück zur Liste

Cardano vor Upgrade-Marathon: Leios, Hydra, Midnight und RealFi kommen

source-logo  kryptorevolution.de 1 S
image

Cardano plant für die verbleibenden Monate des Jahres 2026 mehrere große Upgrades zu lancieren. Im Mittelpunkt stehen der Skalierungsansatz Leios, ein zweiter produktiver Node-Client sowie Fortschritte bei Layer-2-Netzwerken, Midnight und RealFi.

Leios soll Cardanos Durchsatz erhöhen

Das wichtigste Projekt ist Ouroboros Linear Leios (CIP-164). Leios soll den Datendurchsatz des Cardano-Mainnets wesentlich erhöhen.

Wie wir berichteten, erreichte das öffentliche Leios-Testnet mit konservativ gewählten Parametern bereits ungefähr das Sechsfache des derzeitigen Mainnet-Durchsatzes. Spätere Entwicklungsphasen sollen noch höhere Werte ermöglichen.

Der Abschluss des Codes ist für das vierte Quartal 2026 vorgesehen, wobei der Start im Mainnet bis zum Jahresende angestrebt wird.

CIP-164 wurde inzwischen offiziell in den Umfang der Dijkstra-Ära aufgenommen. Der Hard Fork soll außerdem verschachtelte Transaktionen nach CIP-118 einführen. Anwendungen könnten dadurch unter anderem Transaktionsgebühren für ihre Nutzer übernehmen und komplexere Abläufe in einer übergeordneten Transaktion bündeln.

Weitere vorgesehene Änderungen betreffen Guard Scripts, den Plutus-V4-Kontext, Account-Adressen und vereinfachte Auszahlungen von Staking-Belohnungen.

Amaru soll das Node-Risiko reduzieren

Mit Amaru wird ein zweiter Cardano-Node in Rust entwickelt. Der Client kann bereits Blöcke weiterleiten, validieren und mit der Blockchain synchronisieren. Stake-Pool-Betreiber Sssebi (@Sssebi) schreibt via X:

„Die allgemeine Blockproduktion wird für den 30. September angestrebt, die Dijkstra-Kompatibilität für den 29. Oktober und die Unterstützung von Leios für den 26. November. Als zweite produktive Implementierung soll Amaru die Client-Vielfalt erhöhen und das Risiko verringern, das aus der Abhängigkeit von einer einzigen Implementierung entsteht.“

Unterschiedliche Clients können verhindern, dass ein Fehler in einer Implementierung das gesamte Netzwerk gleichermaßen trifft.

Hydra und Midgard kommen

Auch die Layer-2-Strategie von Cardano soll vorankommen. Hydra wird für produktive Anwendungen mit hoher Transaktionsfrequenz weiter optimiert, darunter Handelssysteme und Mikrozahlungen zwischen bekannten Teilnehmern.

Midgard verfolgt dagegen einen offeneren Ansatz. Der geplante Optimistic Rollup soll erlaubnisfreie Anwendungen auf Basis von Cardanos EUTXO-Modell ermöglichen. Ein öffentliches Testnet wird für das dritte oder vierte Quartal anvisiert. Als mögliches Mainnet-Ziel wird weiterhin Ende 2026 avisiert.

Midnight und RealFi sollen neues Kapital anziehen

Bei Midnight stehen die weitere Dezentralisierung sowie private, blockchainübergreifende Finanzanwendungen im Mittelpunkt. Geplant sind unter anderem Strukturen, bei denen ADA auf Cardano hinterlegt und abgeschirmte Vermögenswerte auf Midnight ausgegeben werden.

RealFi und der Stablecoin USDr sollen hingegen ungenutztes Stablecoin-Kapital in reale Kreditmärkte lenken. Die erste öffentliche Testnet-Phase startete Anfang Juli. Der Mainnet-Start wird weiterhin für einen späteren Zeitpunkt im Jahr 2026 angestrebt.

Zusätzliche Forschungsarbeiten betreffen Post-Quantum-Sicherheit, Zero-Knowledge-Verifikation, digitale Identitäten und Interoperabilität.

kryptorevolution.de