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Fast 60 % aller Bitcoin-Bestände sind wieder im Gewinn – doch das reicht nicht

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Immer mehr Bitcoin-BTC-Anleger liegen nach dem jüngsten Kursanstieg wieder im Gewinn. Blockchain-Daten deuten darauf hin, dass sich der Markt vom Tiefpunkt Ende Juni erholt. Nach Einschätzung von CryptoQuant fehlt jedoch noch ein wichtiges Signal, bevor von einer nachhaltigen Trendwende gesprochen werden kann.

Onchain-Daten deuten auf vorsichtige Erholung hin

Aus Sicht von CryptoQuant gewinnt die aktuelle Erholung erst dann an Aussagekraft, wenn zwei wichtige Onchain-Indikatoren gleichzeitig positiv bleiben. Der erste ist die sogenannte Supply in Profit. In früheren Bärenmärkten bildete sich ein tragfähiger Boden erst, wenn mehr als 64 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestands im Gewinn lagen.

Daten von CryptoQuant zeigen, dass inzwischen 57,5 Prozent aller Bitcoin rechnerisch im Gewinn liegen. Diese Coins wurden also zu einem niedrigeren Preis gekauft als dem aktuellen Bitcoin-Kurs. Ende Juni hatte der Anteil noch bei 46,2 Prozent gelegen, dem niedrigsten Stand seit Jahren.

Bitcoin-Angebot im Gewinn. – Quelle: CryptoQuant

Daneben achten Analysten auf die Spent Output Profit Ratio (SOPR) der Long Term Holders (LTHs). Als LTHs gelten Anleger, die ihre Bitcoin seit mindestens sechs Monaten nicht bewegt haben. Der SOPR-Indikator misst, ob diese Gruppe ihre Bitcoin derzeit mit Gewinn oder Verlust bewegt, verglichen mit dem Zeitpunkt der vorherigen Bewegung der Coins.

Ein Wert über 1 bedeutet, dass dies im Durchschnitt mit Gewinn geschieht. Ein Wert unter 1 deutet dagegen darauf hin, dass diese Anleger mit Verlust verkaufen.

Nach Angaben von CryptoQuant liegt der 30-Tage-Durchschnitt der LTH-SOPR inzwischen seit mehr als fünfzig Tagen unter der Marke von 1. Das bedeutet, dass viele Langfristanleger ihre Bitcoin im Durchschnitt weiterhin mit Verlust bewegen. Erst wenn dieser Indikator über längere Zeit über 1 bleibt und zugleich mindestens 64 Prozent des gesamten Bitcoin-Bestands im Gewinn liegen, sieht die Analyseplattform eine überzeugende Trendwende.

Frühere Erholung verpuffte ebenfalls

Nach Einschätzung des Analysten thechessONCHAIN zeigt die Historie, dass vergleichbare Signale nicht zwangsläufig den Beginn eines neuen Bullenmarkts markieren.

„In diesem Zyklus gab es bereits einen Fehlversuch. Vom 28. April bis zum 1. Juni lag der Durchschnitt der LTH-SOPR 35 Tage lang über 1, die Supply in Profit erreichte 67 Prozent, anschließend drehten beide Indikatoren wieder nach unten.“

Diese frühere Erholung erwies sich damit letztlich nicht als endgültige Wende am Markt.

Bitcoin-Kurs erholt sich im Juli deutlich

Der Bitcoin-Kurs nähert sich derzeit wieder der Marke von 65.000 Dollar. Anfang Juli notierte Bitcoin noch bei rund 58.200 Dollar, anschließend setzte eine kräftige Erholung ein. Anfang dieser Woche stieg Bitcoin zeitweise sogar auf 66.900 Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit Mitte Juni. Seit Anfang Juli liegt der Kurs rund 11,7 Prozent höher.

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