Die Straße von Hormus wird wieder durch Iran gesperrt, die Finanzwirtschaft reagiert wie Bitcoin und Ethereum negativ. Ripple dachte vor Jahren über seine Auflösung und Verteilung von $XRP nach. Das Block-Builders Briefing.
BITCOIN
Bitcoin ist über das Wochenende rund 2 Prozents ins Minus gerutscht und notiert am Montagmorgen bei etwa 62.700 Dollar. Die Bitcoin ETFs haben am Freitag 90 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss verzeichnet. Damit endete auch die gesamte letzte Börsenwoche im Plus mit 197 Millionen Dollar, eine beunruhigende Serie von acht Minus-Wochen für die Bitcoin ETFs ging damit endlich zu Ende.
Als Anfang 2023 das Thema Bitcoin NFTs an Fahrt aufnahm, regte sich Widerstand. Entwickler Luke Dashjr und andere argumentierten, das Einfügen von Zusatzinformationen in einen $BTC Transfer sei „Spam“ und müsse unterbunden werden. Doch der Trend zu Bitcoin Ordinals und später Runes hielt an, diese $BTC werden eben durch Extra-Infos erst zu einer Art NFTs. Dashjr und seine Mitstreiter aber ließen nicht locker und haben mit BIP-110 einen Vorschlag eingebracht, der Bitcoin NFTs technologisch vom Netzwerk aussperren soll. Am Wochenende nun haben sich mit Michaels Saylor (Strategy) und Adam Black (Blockstream) gleich zwei Bitcoin-Promis auf X gegen BIP-110 ausgesprochen. Es gäbe 110 andere Themen, die wichtiger sein, meint Saylor. Und Black schreibt, $BTC müsse Cypherpunk bleiben und dürfe keine Zensur in seinen Code einfügen. Die Chancen für eine Umsetzung von BIP-110 zum stillen Verbot von Bitcoin NFTs scheinen damit beerdigt. Ein spezialisierter Datendienst misst unter den $BTC Nodes gerade einmal 1 Prozent Zustimmung, 55 Prozent wären für eine versuchsweise Aktivierung notwendig.
ETHEREUM
Ethereum steht am Montagmorgen bei knapp 1.800 Dollar, und hat über das Wochenende rund 1,5 Prozent Minus eingefahren. Die Ethereum ETFs meldeten vom Börsenfreitag 18 Millionen US-Dollar Kapitalzufluss. So konnten auch sie eine schwarze Serie von acht Minus-Wochen umdrehen und die letzte Woche mit 88 Millionen US-Dollar Plus abschließen.
Die Ethereum Stiftung hat einen ersten Bericht zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei der Suche nach Sicherheitsproblemen vorgelegt. Und siehe da: Ein kleineres Problem wurde entdeckt und unter dem Kürzel „CVE-2026-34219“ bereits behoben. Bei der absichtlichen Vorlage einer unlösbaren mathematischen Aufgabe konnten Ethereum Nodes durch den Fehler zur automatischen Abschaltung gezwungen werden und hätten zum Weiterbetrieb erst händisch wieder aktiviert werden müssen. Das Team schreibt auch, KI habe weitere Probleme identifiziert, die sich bei genauerer Untersuchung aber als nicht wahr erweisen. So lautet das vorläufige Ergebnis: KI hilftden Entwicklern, potenzielle Schwachstellen im Ethereum Code aufzuspüren, doch die anschließende Überprüfung frisst die meiste Zeit und muss weiterhin von Menschen erledigt werden.
ALTCOINS
Gewinner des Tages ist DeXe mit 19 Prozent Plus und dem nächsten neuen Allzeithoch von knapp 49 Dollar. Das DeXe Protokoll entwickelt sich mit jetzt über 500 Prozent Jahresplus zu einem Shooting Star unter den Altcoins.
Verlierer des Tages ist PI mit 11 Prozent Minus. Das Projekt setzt auf Smartphones und seine PI Token als Zahlungsmittel im Ökosystem, der nun bei einem neuen Allzeittief angekommen ist.
Das Krypto-Stimmungsbarometer verharrt in der Zone „Angst“, die Ungewissheit um Öltransporte durch die Straße von Hormus und Auswirkungen auf die Weltwirtschaft ist spürbar.
AUS DER KRYPTOINDUSTRIE
Die Ripple Führungsetage hat Anfang 2021 darüber nachgedacht, das Krypto-Unternehmen aufzulösen und verbleibende $XRP an Anteilseigner zu verteilen. Dies verriet Ripple CEO Brad Garlinghouse kürzlich bei einem Vortrag an der Universität Kansas. Im Dezember 2020 hatte die US-Börsenaufsicht SEC förmlich Klage gegen Ripple und $XRP erhoben, Garlinghouse und Mitgründer Christian Larsen wurden dabei auch persönlich angegangen. Daraufhin habe man intern beraten, ob juristisch Widerstand zu leisten sei oder die Aufgabe von Ripple mit $XRP Verteilung der bessere Weg wäre. Im Endeffekt entschied sich Ripple bekanntlich, um $XRP zu kämpfen. Rund 150 Millionen Dollar habe die juristische Auseinandersetzung mit der SEC gekostet, sagt Garlinghouse nun. Erst der Wahlsieg von Donald Trump bei der US-Präsidentschaftswahl ebnete den Weg für eine Beilegung des Prozesses um $XRP, der im August 2025 zu den Akten gelegt wurde und so mehr als vier Jahre andauerte. Übrigens hält Ripple nach wie vor fast 40 Prozent aller $XRP, was Kritiker an der Wertentwicklung des Altcoins zweifeln lässt.
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