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Krypto News: Diese Events werden für den Bitcoin-Kurs diese Woche wichtig

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Für Bitcoin und den Kryptomarkt steht eine der wichtigsten Makrowochen des Sommers an. US-Inflationsdaten, die erste Kongressanhörung des neuen US-Zentralbankchefs, Fed-Chef Kevin Warsh, und möglicherweise ein neuer Entwurf des Clarity Act sind potenzielle Preiskatalysatoren für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt.

US-Inflation: Entspannung oder nur Iran-Effekt?

Am Dienstag wird in den USA der Verbraucherpreisindex (CPI) für Juni veröffentlicht. Die Inflation war im Mai von 3,8 auf 4,2 Prozent gestiegen. Dies war der höchste Wert seit April 2023. Für Juni erwarten die Prognosen einen Rückgang auf etwa 3,8 bis 3,9 Prozent. Bei der Kerninflation rechnen die Märkte dagegen mit rund 2,9 Prozent.

Das Problem für die Märkte: Ein schwächerer Gesamt-CPI könnte vor allem auf den zwischenzeitlichen Rückgang der Energiepreise zurückgehen. Der Iran-Krieg bleibt daher der entscheidende Faktor. Nach neuen Angriffen und Irans erneuter Erklärung, die Straße von Hormus geschlossen zu haben, sprang Brent am Montag wieder um mehr als vier Prozent auf rund 79 US-Dollar. Bitcoin und Ether verloren mehr als 2 Prozent.

Am Mittwoch folgen die Erzeugerpreise (PPI). Hier ist die Situation noch dramatischer: Der PPI stieg im Mai um 6,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr, nach 5,7 Prozent im April. Dies war der stärkste Anstieg seit Ende 2022.

Für Juni wird monatlich nur noch ein Plus von rund 0,2 Prozent erwartet. Auf Jahressicht rechnen Prognosen weiterhin mit einer extrem hohen Produzenteninflation von etwa 6,3 bis 6,5 Prozent. Die Kernrate könnte gleichzeitig bei rund 4,9 bis 5,2 Prozent liegen.

Für Bitcoin und den breiteren Kryptomarkt ist die US-Inflation momentan einer der größten bearishen Faktoren. Die Bereitschaft institutioneller Anleger, in Risikoanlagen wie BTC zu investieren, dürfte weiterhin gering bleiben, wenn die Inflation nicht abkühlt.

Dies zeigt sich aktuell auch bei Coinbase Premium, das als Barometer für institutionelles Interesse gilt. CryptoQuant-Analyst Maartunn (@JA_Maartun) schrieb gestern via X:

„Der Premium-Gap bleibt negativ, was auf anhaltende Verkäufe hindeutet. Er steigt jedoch seit zwei Wochen an, was darauf schließen lässt, dass der Verkaufsdruck möglicherweise nachlässt. Es handelt sich mittlerweile um die zweitlängste negative Phase seit Aufzeichnungsbeginn.“

Coinbase Premium Gap, Quelle: X @JA_Maartun

Warsh muss sich dem US-Kongress stellen

Der neue Fed-Chef legt am Dienstag vor dem Repräsentantenhaus und am Mittwoch vor dem Senat erstmals als Vorsitzender seinen halbjährlichen geldpolitischen Bericht vor.

Für Krypto-Anleger dürfte vor allem eine Frage entscheidend sein: Wie hoch ist die Hürde für eine weitere Zinserhöhung? Die Fed hielt den Leitzins im Juni bei 3,50 bis 3,75 Prozent, doch mehrere Mitglieder zeigten sich angesichts der steigenden Inflation offen für höhere Zinsen.

Warsh hat die “Forward Guidance” beendet und fünf Arbeitsgruppen unter anderem zur Fed-Kommunikation, Bilanzpolitik und zum Inflationsrahmen gestartet. Entsprechend genau wird der Markt auf Aussagen zum Ölpreis, zum Iran-Krieg und auf die Frage achten, wie die Fed mit dem neuen Inflationsschock umgeht.

Clarity Act: Ein letzter Versuch?

Auch politisch könnte es für die Kryptoindustrie eine extrem wichtige Woche werden. Es wird eine neue Fassung des Clarity Act erwartet, die die Entwürfe des Senate Banking Committee und des Agriculture Committee zusammenführt.

Experten hoffen weiterhin auf eine Senatsabstimmung bereits in der Woche ab dem 20. Juli. US-Journalistin Eleanor Terrett schrieb am Sonntag via X:

„Während die Beteiligten auf den Text warten, berichten Branchenkreise, dass über wesentliche Bestimmungen noch ‚aktiv verhandelt‘ werde und eine Einigung zu ethischen Fragen ‚noch nicht steht‘. Zum jetzigen Zeitpunkt ist unklar, was dies für den Zeitplan der Abstimmung im Senatsplenum bedeutet – viele hoffen, dass diese bereits für die Woche ab dem 20. angesetzt werden könnte.“

Bei den Ethikregeln liegt weiterhin das größte politische Hindernis. Demokraten fordern strengere Regeln, die verhindern sollen, dass US-Präsident Donald Trump und Kongressabgeordnete über eigene Krypto-Geschäfte von der Branche profitieren. Hinzu kommen offene Fragen zur Zuständigkeit und zur Besetzung von SEC und CFTC. Der Entwurf braucht 60 Stimmen im Senat und damit demokratische Unterstützung.

Der Entwurf könnte ein letzter Versuch vor der Sommerpause sein. Polymarket zeigt nur noch eine Wahrscheinlichkeit von 47 Prozent, dass der Clarity Act noch 2026 unterzeichnet wird. Sollte das Gesetz nicht vor der Sommerpause vorankommen, droht der US-Wahlkampf, das Gesetz zu verzögern.

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