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SK Hynix fällt nach rekordreichem Nasdaq-Debüt um 10 %: Das lief schief

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Nach dem rekordverdächtigen Wall-Street-Debüt von SK Hynix folgte am Montag eine deutliche Ernüchterung: Die in Seoul notierten Aktien fielen zeitweise um mehr als 10 %.

Der Rücksetzer folgte, nachdem die neuen American Depositary Receipts des Chipherstellers am Freitag in ihrer ersten Nasdaq-Sitzung um 12,8 % gestiegen waren.

Wichtig: Der Rückgang betraf die koreanischen Aktien, nicht die SKHY-Receipts, deren regulärer US-Handel am Montag noch nicht begonnen hatte.

Analysten führten die Kursumkehr überwiegend auf Gewinnmitnahmen, eine schwächere Gesamtmarktstimmung und gesunkene Erwartungen an kurzfristige HBM4-Lieferungen zurück.

SK Hynix-Aktie: Vom Rekordhoch zur Ernüchterung

SK Hynix setzte 177,9 Millionen Depositary Shares zu je 149 $ fest und nahm damit etwa 26,5 Milliarden USD (ca. 23,1 Milliarden €) ein – der größte US-Aktienverkauf eines ausländischen Unternehmens.

Das Geschäft übertraf die von Alibaba 2014 eingeworbenen 25 Milliarden USD (ca. 21,8 Milliarden €) und war mehr als siebenfach überzeichnet.

Die Receipts eröffneten am Freitag bei 170 $, 14 % über dem Ausgabepreis, und schlossen bei 168,01 $ – am ersten Handelstag ein Plus von 12,8 %. Im Verlauf stiegen sie zeitweise um bis zu 19 %.

Diese Euphorie verflog schnell in Seoul. Die in Korea notierten Aktien von SK Hynix fielen vom Schlusskurs am Freitag von 2,18 Millionen Won auf ein Intraday-Tief von etwa 1,94 Millionen Won am Montag – fast 11 % weniger – bevor sie einen Teil der Verluste wieder ausglichen.

Der breitere KOSPI geriet ebenfalls unter Druck und fiel am Morgen um bis zu 2,8 %.

Einige Bewegungen wirkten wie eine klassische „sell the news“-Reaktion, da koreanische Anleger die Aktie im vergangenen Jahr bereits mehr als versechsfacht hatten.

Es gab auch unternehmensspezifische Sorgen.

Investoren dämpfen ihre Erwartungen an die Ergebnisse des zweiten Quartals, teilweise weil die Auslieferungen der neuesten HBM4-Produkte möglicherweise nicht so schnell gestiegen sind wie zuvor erhofft.

Die stärkere Abhängigkeit von HBM bedeutet außerdem, dass SK Hynix bei steigenden Preisen für konventionellen DRAM weniger profitieren könnte als Samsung.

Warum der Rückgang den Analystenkonsens nicht erschüttert hat

Wall Street und koreanische Brokerhäuser bleiben überwiegend positiv.

Die jüngsten Markteinordnungen zeigen einen Strong-Buy-Konsens unter 37 Analysten, mit 35 Kauf-, 1 Halte- und 1 Verkaufsempfehlung.

Das durchschnittliche Kursziel für die koreanischen Aktien liegt bei etwa 3,21 Millionen Won, deutlich über dem Intraday-Kurs vom Montag.

Das bullische Argument beginnt bei der Bewertung.

In von Asiae zitierten Kommentaren bezeichnete Han Donghee von SK Securities Samsung Electronics und SK Hynix als „die billigsten Aktien im Zeitalter der künstlichen Intelligenz“.

Er erwartet, dass die Bewertungen von Speicherchips steigen werden, wenn globale Investoren die Bedeutung von DRAM und HBM für KI-Infrastrukturen neu bewerten.

HSBC vertrat ein ähnliches Argument in einer Research-Notiz.

Die Bank schätzte, dass Micron in den vergangenen 13 Jahren im Durchschnitt mit einem Aufschlag von rund 35 % gegenüber SK Hynix gehandelt wurde, teilweise weil US-Anleger leichter Zugang zu Micron hatten und weil das Unternehmen aktionärsfreundlichere Politik verfolgte.

HSBC ist der Ansicht, dass die Nasdaq-Notierung helfen könnte, diese Lücke zu schließen, indem sie die Zugänglichkeit verbessert und stärkere Kapitalrückflüsse fördert.

Die Bank hob ihr Kursziel für die koreanischen Aktien von 2,9 Millionen Won auf 4 Millionen Won an und prognostizierte, dass das Kurs‑/Buchwert‑Verhältnis von SK Hynix von 2,8 auf 3,4 steigen könnte.

Der Anstieg am Freitag, gefolgt von der Umkehr am Montag, zeigt, dass die beiden Listings zeitweise mit unterschiedlichen Aufschlägen gehandelt werden können, wenn Investoren Wechselkurse, Handelszeiten und kurzfristige Nachfrage berücksichtigen.

invezz.com