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Dieses Signal erschien vor Bitcoins 25%-Rally: Kann es sich halten?

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Was das Glassnode-Signal bedeutet

Glassnode erfasst diese Bewegungen mit dem sogenannten Long-Term Holder Net Position Change. Das Werkzeug zählt Coins, die seit etwa 155 Tagen oder länger gehalten werden. Ein positiver Wert bedeutet, dass diese Gruppe schneller kauft als verkauft. Diese Halter reagieren selten auf kurzfristigen Marktnärm. Kehren sie zur Akkumulation zurück, wird Angebot vom Markt genommen, was die Bedingungen für steigende Kurse verbessert.

In den vergangenen zwölf Tagen war der Wert negativ. Die Langzeithalter verkauften also Coins in einen fallenden Markt hinein. Der Wechsel ins Positive stoppt diesen Abfluss, zumindest vorläufig. Bitcoin handelt derzeit bei rund 62.717 US-Dollar, ein Minus von etwa 2 Prozent innerhalb von 24 Stunden. Die aktuellen Käufe erfolgen demnach gegen den laufenden Trend.

Das Februar-Vorbild und seine Konsequenzen

Das letzte Mal, dass Verkaufen in Kaufen umschlug, war Ende Februar. Damals notierte Bitcoin bei etwa 65.896 US-Dollar. Danach baute sich die Akkumulation der Langzeithalter kontinuierlich auf. Bitcoin erreichte am 10. Mai ein Hoch von rund 82.186 US-Dollar, ein Anstieg von etwa 25 Prozent. Anschließend verlangsamte sich das Kaufverhalten ab Ende Mai und kehrte sich bis Ende Juni in Verkaufen um. Parallel dazu fiel der Bitcoin-Kurs bis Ende Juni wieder in Richtung 60.000 US-Dollar. In beiden Fällen führte der Richtungswechsel der Halter den Kurs an, nicht umgekehrt.

Genau diese Abfolge stellt das aktuelle Signal erneut auf die Probe. Das Kaufen muss zuerst kommen, dann folgt der Kurs erfahrungsgemäß nach.

ETF-Zuflüsse als zweites Indiz

Ein zweites Signal zeigt in dieselbe Richtung. In der Woche bis zum 10. Juli verzeichneten US-amerikanische Spot-Bitcoin-ETFs Zuflüsse von rund 197 Millionen US-Dollar. Es war die erste positive Woche nach acht Wochen mit Abflüssen in Folge. Da ETF-Käufe echten Spot-Bitcoin bewegen, kaufen jetzt zwei separate Gruppen gleichzeitig. Diese Überschneidung verleiht dem Richtungswechsel der Langzeithalter mehr Gewicht, als seine geringe Größe zunächst vermuten lässt.

Was jetzt entscheidend ist

Die Einschränkung ist klar. Eine zweitägige Serie ist dünn und muss sich halten. Bricht das Kaufinteresse wieder ein, scheitert das Signal und die Verkaufswelle setzt sich fort. Das Februar-Muster, auf das sich dieser Vergleich stützt, lief mehrere Wochen, bevor der Kurs reagierte. Ob sich daraus ein erneuter Anstieg entwickelt, hängt davon ab, ob die Akkumulation in den kommenden Tagen anhält.

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