Bitcoin und andere wichtige Altcoins haben sich in den letzten Tagen als widerstandsfähig erwiesen, da die Anleger eine risikofreudige Stimmung an den Tag legen. BTC hat sich von seinem Jahrestief von 59.000 Dollar auf 67.000 Dollar erholt, während Ethereum und XRP zweistellige Zuwächse verzeichneten. Ein großes Risiko könnte jedoch immer noch einen weiteren Krypto-Crash auslösen: Trumps Iran-Abkommen.
Krypto-Crash möglich, da Trumps Iran-Abkommen auf großen Widerstand stößt
Ein großes Risiko, das einen Crash des Kryptomarktes auslösen könnte, ist das Memorandum of Understanding (MoU) zwischen den USA und dem Iran, das diese Woche virtuell unterzeichnet wurde. Es soll dann im Laufe dieser Woche im Rahmen einer Zeremonie in der Schweiz unterzeichnet werden.
Laut Bloomberg umfasst das MoU 14 Abschnitte, darunter die Aufhebung der Öl- und Bankensanktionen gegen den Iran, die Wiederöffnung der Straße von Hormus und die Einrichtung eines 300-Milliarden-Dollar-Wiederaufbaufonds durch die Golfstaaten. Außerdem sieht das Abkommen vor, dass der Waffenstillstand auch für den Libanon gilt.
Trump hat die durchgesickerten Details des vorgeschlagenen Abkommens dementiert und deren Veröffentlichung nicht genehmigt, einschließlich der Behauptungen über einen Wiederaufbaufonds in Höhe von 300 Milliarden Dollar. Sollten die gemeldeten Details jedoch zutreffen – und diese Möglichkeit besteht –, könnte das Abkommen in Washington auf erheblichen politischen Widerstand stoßen, was die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass der Gesetzgeber versucht, es zu blockieren oder zu kippen.
Tatsächlich haben einige von Trumps engsten Verbündeten bereits ihre Bedenken bezüglich des Abkommens geäußert. In separaten Erklärungen haben die Senatoren Lindsey Graham, Roger Wicker und John Kennedy darauf bestanden, dass der Senat über das Abkommen abstimmen sollte. Es hat keine Chance, den Senat zu passieren, da die Abgeordneten argumentieren werden, dass es den Iran bereichern und zu einer noch gefährlicheren Macht machen würde.
Sollte all das eintreten, würden die USA und der Iran in einer Sackgasse landen, was die Rohöl- und Düngemittelpreise in die Höhe treiben würde. Diese Befürchtungen erklären, warum die Rohölpreise heute gestiegen sind und Brent wieder auf 80 Dollar pro Barrel geklettert ist.
Höhere Rohölpreise würden zu einer länger anhaltenden höheren Inflation führen, was es der Fed erschweren würde, die Zinsen zu senken. Bitcoin und andere Altcoins entwickeln sich oft gut, wenn die Fed einen zurückhaltenden Kurs einschlägt.
Zinsentscheidung der Federal Reserve
Das andere Hauptrisiko für Bitcoin und den Kryptomarkt ist die bevorstehende Entscheidung der Fed. Ökonomen gehen davon aus, dass die Fed die Zinsen unverändert zwischen 3,5 % und 3,7 % belassen wird. Außerdem liegt die Inflation schon seit Jahren über dem Zielwert von 2 %.
Das Wichtigste bei dieser Sitzung wird die Stellungnahme von Kevin Warsh sein, die mehr Aufschluss darüber geben wird, was von der Bank zu erwarten ist. Die meisten Ökonomen gehen davon aus, dass die Bank einen eher restriktiven Kurs beibehalten wird, was risikoreichen Anlagen schaden könnte.
Unabhängig davon wirkt sich der boomende Aktienmarkt negativ auf die Krypto-Kurse aus. Da die Aktienkurse in wichtigen Ländern wie Südkorea, Japan und den USA in die Höhe schnellen, haben viele Händler begonnen, sich auf Aktien zu konzentrieren. Das erklärt, warum Krypto-ETFs in den letzten Monaten erhebliche Abflüsse verzeichneten, während Aktienfonds über 1 Billion Dollar zulegten.
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