Anthropic ist Wiederherstellung des Zugangs zu seinen beiden fortschrittlichsten KI-Modellen, nachdem die US-Regierung die Exportkontrollen aufgehoben hat, die es im letzten Monat zur Zurückziehung gezwungen hatten.
Die Beschränkungen für Claude Fable 5 und Claude Mythos 5 wurden am 30. Juni aufgehoben, teilte das Unternehmen mit. Fable 5 kehrt am 1. Juli weltweit auf den Plattformen von Anthropic zurück, während Mythos 5, das dasselbe zugrundeliegende Modell verwendet, jedoch weniger Sicherheitsbeschränkungen aufweist, nach Genehmigung der Regierung am 26. Juni an eine Gruppe von US-Organisationen wieder ausgegeben wird.
Der Stopp geht auf den 12. Juni zurück, als die Regierung Exportkontrollen anwendete – Vorschriften, die den Zugang zu einer Technologie durch ausländische Staatsangehörige einschränken – und zwar auf beide Modelle.
Da die Anordnung sofort wirksam wurde und Anthropic die Nationalität der Nutzer nicht in Echtzeit überprüfen konnte, wurde der Zugang für alle gesperrt, um das Risiko eines Regelverstoßes zu vermeiden.
Auslöser war eine Cybersicherheitsentdeckung, nachdem Forscher von Amazon eine Methode zur Umgehung der Schutzmechanismen von Fable 5 gemeldet hatten, eine Technik, die als Jailbreak bekannt ist. Dies veranlasste das Modell dazu, Software-Schwachstellen zu identifizieren und in einem Fall Code zu erstellen, der zeigt, wie eine solche Schwachstelle ausgenutzt werden könnte.
Anthropic ist ein privat geführtes Unternehmen, doch Händler haben über einen Pre-IPO-Perpetual, einen Futures-Kontrakt ohne Verfallsdatum, der an der Onchain-Börse Hyperliquid gelistet ist, auf dessen Wert gewettet. CoinDesk berichtete, dass der Kontrakt um etwa 3,7 % fiel, als der Zugang im Juni ausgesetzt wurde, da die Schließung Fragen zum Zeitpunkt eines möglichen Börsengangs aufwarf.
Unterdessen erklärte Anthropic, dass das Unternehmen seine Zusammenarbeit mit der US-Regierung vertieft, einschließlich der Gewährung frühzeitigen Zugangs zu fortschrittlichen Modellen und deren Schutzmechanismen für bestimmte Behörden vor der öffentlichen Veröffentlichung, dem Austausch von Bedrohungsinformationen sowie der Zusammenarbeit an einem gemeinsamen Sicherheitsstandard unter den KI-Entwicklern.
Es wird zudem ein Rahmenwerk mit Amazon, Microsoft und Google erarbeitet, um zu bewerten, wie gefährlich ein bestimmter Jailbreak ist. Die Vereinbarungen stehen im Zusammenhang mit einer Anordnung vom 2. Juni zur KI-Sicherheit und weisen auf eine engere Verbindung zwischen der Veröffentlichung von Frontier-KI und der behördlichen Überprüfung hin – eine Veränderung, die sowohl als verantwortungsbewusstes Vorgehen Unterstützung finden wird als auch die Frage aufwirft, wie viel Einfluss Washington darauf hat, welche Modelle freigegeben werden.