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Polymarket eröffnet Wettmarkt für Pokémon-Karten

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Pokémon-Karten sind längst mehr als Spielzeug. Seltene Exemplare wechseln für hohe Summen den Besitzer, die Preise können stark schwanken. Polymarket erschließt nun dieses Segment. Auf der Prognoseplattform können Nutzer künftig Geld auf den künftigen Wert von Pokémon-Karten und originalverpackten Produkten setzen.

Von Squirtle bis Charizard

Nutzer von Polymarket können darauf setzen, ob bestimmte Pokémon-Karten im Wert steigen oder fallen. Ein solcher Prognosemarkt funktioniert anders als der klassische Kryptohandel. Nutzer kaufen Kontrakte, die an ein bestimmtes Ergebnis gekoppelt sind. Der Preis eines solchen Kontrakts zeigt, für wie wahrscheinlich Händler den Eintritt dieser Prognose halten.

Für die neuen Pokémon-Märkte nutzt Polymarket Preisdaten von Collectr, einer App, die den Wert von Sammlerobjekten erfasst. Inzwischen sind mehr als zwölf verschiedene Märkte verfügbar.

Ein Beispiel ist Squirtle. Händler können darauf setzen, ob eine bestimmte Karte aus der Reihe Mega Evolution Promos am 31. August mehr als 28,23 US-Dollar wert sein wird. Der Markt beziffert die Wahrscheinlichkeit dafür derzeit auf rund 39 Prozent.

🚨 NEW POLYMARKET: Squirtle Price Up/Down on August 31?https://t.co/MMhzRl7iVe

— Polymarket (@Polymarket) August 16, 2026

Auch Karten von Charizard ex, Pikachu ex, Mega Gengar ex und Bulbasaur sind verfügbar. Zudem können Nutzer auf originalverpackte Produkte spekulieren, darunter Booster-Boxen und die Celebrations Ultra Premium Collection.

Handelsvolumina bleiben vorerst gering

Bislang fließt in den neuen Märkten noch kein großes Geld. Die meisten Kontrakte kommen auf Handelsvolumen von einigen Hundert bis wenigen Tausend US-Dollar. Mega Gengar ex zählt mit rund 2.300 US-Dollar Volumen zu den meistgehandelten Pokémon-Märkten.

Die Erwartungen gehen zudem deutlich auseinander. Der Markt räumt Celebrations nur eine Wahrscheinlichkeit von 22 Prozent für einen Preisanstieg ein. Bei Bulbasaur zeigen sich Händler deutlich optimistischer. Dort wird die Chance auf einen Anstieg derzeit auf 64 Prozent geschätzt.

Damit verändert Polymarket den Handel mit Pokémon-Karten nicht unmittelbar. Nutzer müssen die Karten weder kaufen noch verkaufen. Sie setzen lediglich darauf, in welche Richtung sich der Preis bewegt.

Polymarket setzt zunehmend auf Popkultur

Die Pokémon-Märkte passen zu einer breiteren Expansion von Polymarket. Die Plattform konzentrierte sich ursprünglich vor allem auf Wahlen, Politik und Krypto. Inzwischen können Nutzer auch Prognosen zu Sport, Kunst und Sammlerobjekten abgeben.

So gibt es bereits Märkte zu den Preisen von CryptoPunks, Pudgy Penguins und Kunstwerken von Banksy. Pokémon-Karten fügen sich gut in dieses Modell ein. Ihre Preise ändern sich laufend und lassen sich über externe Plattformen vergleichsweise einfach nachverfolgen.

Ob Sammler tatsächlich in großem Stil Geld auf solche Prognosen setzen wollen, bleibt offen. Die Handelsvolumina sind bislang begrenzt.

Die Erweiterung kommt zudem zu einem interessanten Zeitpunkt. Polymarket und Konkurrent Kalshi stehen in den Vereinigten Staaten unter genauer Beobachtung. Dort geht es um die Frage, ob Prognosemärkte wie Finanzmärkte oder wie Glücksspielplattformen behandelt werden müssen.

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