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Bitcoin als Vorbild für Ethereum: Buterin schlägt neuen ETH-Skalierungsansatz vor

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Ethereum-Mitgründer Vitalik Buterin hat einen neuen Skalierungsansatz vorgeschlagen, mit dem die $ETH-Blockchain deutlich mehr Transaktionen verarbeiten können soll.

Statt alle Aktivitäten nach demselben Prinzip abzuwickeln, sollen einfache und komplexe Vorgänge technisch stärker voneinander getrennt werden.

Bitcoiners deserve a lot of credit for pioneering many of these ideas (see Utreexo).

But yes, this is what the current proposed Ethereum scaling strategy looks like in action.

We want Ethereum to have the best of UTXO-style state, dynamic state, and everything in between,…

— vitalik.eth (@VitalikButerin) August 16, 2026

Der Vorschlag klingt zunächst abstrakt, berührt aber eine der wichtigsten Fragen für Ethereum: Wie lässt sich die Kapazität erhöhen, ohne dass der Betrieb eines eigenen Nodes immer teurer und aufwendiger wird?

Einfache Zahlungen brauchen nicht die gesamte Ethereum-Komplexität

In seinem neuen Proposal greift Buterin bewusst Ideen aus dem Bitcoin-Ökosystem auf. Als Beispiel nennt er Utreexo, ein Konzept, das den Datenaufwand für den Betrieb eines Bitcoin-Nodes deutlich reduzieren soll.

Er lobt Bitcoin:

“Den Bitcoinern gebührt große Anerkennung dafür, dass sie bei vielen dieser Ideen Pionierarbeit geleistet haben (siehe Utreexo).”

Bitcoin arbeitet im Gegensatz zu $ETH mit sogenannten UTXOs. Vereinfacht gesagt wird dabei nicht ständig ein Kontostand aktualisiert. Stattdessen verfolgt das Netzwerk einzelne, noch nicht ausgegebene Transaktionsbeträge.

Ethereum funktioniert anders. Das Netzwerk führt einen globalen Zustand, den sogenannten State. Darin werden Kontostände, Smart Contracts und zahlreiche weitere Informationen gespeichert.

Dieses Modell ist flexibel und macht Anwendungen wie dezentrale Börsen, Kreditprotokolle oder Stablecoins möglich. Mit wachsender Nutzung steigt allerdings auch die Menge an Daten, die Nodes verarbeiten müssen.

Buterins Idee ist deshalb eine Art Arbeitsteilung.

Einfache Vorgänge mit hohem Volumen könnten über ein schlankeres, UTXO-ähnliches Modell laufen. Komplexere Smart-Contract-Anwendungen würden weiterhin das bestehende Ethereum-System nutzen. Dazwischen wären auch Mischformen denkbar.

Das Ziel ist nicht, Ethereums bisherige Architektur zu ersetzen. Vielmehr soll verhindert werden, dass jede zusätzliche Nutzung automatisch den dauerhaft gespeicherten Zustand des Netzwerks vergrößert. Buterin führt dazu im Detail aus:

“Wir möchten, dass Ethereum das Beste aus dem UTXO-basierten Zustand, dem dynamischen Zustand und allem dazwischen vereint, sodass der Großteil der Aktivitäten auf Ethereum extrem skaliert werden kann, ohne dass dabei die Dezentralisierung, die einfache Betrieb von Knoten und die Zensurresistenz beeinträchtigt werden.”

Für Nutzer wäre die technische Änderung im Idealfall kaum sichtbar. Für Node-Betreiber könnte sie dagegen relevant sein, weil weniger dauerhaft gespeicherte Daten geringere Hardware-Anforderungen bedeuten können.

Hegotá wird zum nächsten großen Test für Ethereum

Die Ethereum-Entwickler arbeiten parallel bereits am nächsten größeren Upgrade des Netzwerks. Für Hegotá liegen derzeit zahlreiche Änderungsvorschläge auf dem Tisch, die nun geprüft und priorisiert werden.

Einer davon ist FOCIL. Dahinter steckt die Idee, die Auswahl von Transaktionen auf mehrere Validatoren zu verteilen. So soll es schwieriger werden, einzelne Transaktionen gezielt aus einem Block herauszuhalten.

Auch an anderen Stellen wird geschraubt. Diskutiert werden unter anderem kürzere Blockzeiten, Verbesserungen bei der Account Abstraction und eine effizientere Verwaltung der Daten, die Ethereum dauerhaft vorhalten muss.

Buterins Vorschlag passt genau in diese Richtung. Ethereum soll mehr Transaktionen und Anwendungen verkraften, ohne dass der Betrieb eines eigenen Nodes immer aufwendiger wird oder das Netzwerk stärker von wenigen großen Akteuren abhängig wird.

Ob sein hybrider Ansatz schon mit Hegotá kommt, ist allerdings noch offen. Die Entwickler müssen zunächst entscheiden, welche der vielen Vorschläge tatsächlich in das Upgrade aufgenommen und umgesetzt wird.

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