Meta (META), das Mutterunternehmen von Facebook, entwickelt laut Personen, die mit der Thematik vertraut sind und mit der New York Times gesprochen haben, eine neue App namens „Arena“, die eine Vorhersagemarkt-Plattform nachbildet.
Das Produkt würde es den Nutzern ermöglichen, Vorhersagen über zukünftige Ereignisse zu treffen, die von Politik und Sport bis hin zu Unterhaltung und Weltgeschehen reichen. Im Gegensatz zu traditionellen Prognosemarkt-Plattformen wie Polymarket oder Kalshi würden die Nutzer jedoch voraussichtlich ein videospielähnliches Punktesystem anstelle von Bargeld verwenden, sagten die Personen, obwohl das Unternehmen den späteren Einsatz von Echtgeldwetten nicht ausgeschlossen hat.
Die Personen beschrieben das Produkt als sowohl experimentell als auch als oberste Priorität innerhalb des Unternehmens.
Die Bemühung erfolgt, da Prognosemärkte nach dem durchschlagenden Erfolg von Polymarket während der US-Präsidentschaftswahl 2024 beispiellose Popularität erlangt haben. In dieser Zeit nutzten Händler die Krypto-basierte Plattform, um auf Wahlergebnisse zu setzen, was zu Handelsvolumina in Milliardenhöhe führte und Prognosemärkte in den Mainstream der politischen Diskussion hob.
Meta hatte zuvor im Jahr 2020 ein ähnliches Produkt namens Forecast eingeführt, das Nutzer dazu ermutigte, Vorhersagen über aktuelle Ereignisse und aufkommende Trends in den frühen Phasen der Covid-19-Pandemie zu treffen. Meta hat letztendlich hat das Produkt eingestellt im Jahr 2022.
Metas erneutes Interesse an dem Sektor ist angesichts des breiteren Branchentrends in dieselbe Richtung kaum überraschend. Fast jede größere Handelsplattform hat einige Bemühungen unternommen, Produkte im Stil von Prognosemärkten oder Event-Kontrakten anzubieten. Crypto-native Unternehmen wie Coinbase (COIN) und Kraken haben Chancen in diesem Bereich erkundet, während die Privatkunden-Brokerage Robinhood (HOOD) ereignisbasierte Kontrakte eingeführt hat, die an politische und wirtschaftliche Ergebnisse gebunden sind.
Doch das rasante Wachstum dieser Märkte hat auch eine zunehmende rechtliche und regulatorische Prüfung nach sich gezogen. Kritiker argumentieren, dass Verträge, die an Wahlen, Geopolitik oder andere sensible Ereignisse gebunden sind, die Grenze zwischen Finanzinstrumenten und Glücksspiel verwischen können.
Regulierungsbehörden haben auch Bedenken hinsichtlich Marktmanipulation, Insiderinformationen, Verbraucherschutz und der Möglichkeit geäußert, dass Teilnehmer von Ereignissen profitieren könnten, die sie möglicherweise beeinflussen können. In den Vereinigten Staaten hat die Commodity Futures Trading Commission (CFTC) wiederholt darüber gestritten, ob bestimmte Ereignisverträge einem legitimen Absicherungszweck dienen oder verbotene Glücksspielaktivitäten darstellen.