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Warum Cantor Fitzgerald glaubt, dass Robinhood und Coinbase die besten Möglichkeiten sind, vom Boom der Prognosemärkte zu profitieren

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Handelsplattformen wie Robinhood (HOOD) und Coinbase (COIN) könnten laut einem neuen Bericht von Cantor Fitzgerald als die Hauptprofiteure der schnellen Zunahme von Prognosemärkten im öffentlichen Markt hervorgehen.

Der Bericht argumentiert, dass, während führende Plattformen wie Kalshi und Polymarket weiterhin privat bleiben, börsennotierte Unternehmen bereits den Trend nutzen, indem sie eventbasierten Handel in ihre Apps integrieren.

Diese Märkte ermöglichen es den Nutzern, Verträge zu kaufen, die an reale Ereignisse gebunden sind, von Wahlen bis hin zu Wirtschaftsdaten, wobei die Preise die Einschätzung der Wahrscheinlichkeit durch die Menge widerspiegeln.

„Prognosemärkte sind förmlich eingeschlagen“, schrieb Ramsey El-Assal, Analyst bei Cantor Fitzgerald, und stellte fest, dass das Vertragsvolumen voraussichtlich seinen „beeindruckenden jüngsten Wachstumstrend“ fortsetzen werde.

Für Unternehmen wie Robinhood und Coinbase ist die Attraktivität klar und einfach. Prognosemärkte erzielen Einnahmen durch Handelsaktivitäten und nicht durch das Eingehen der Gegenseite von Wetten. Dieses Modell spiegelt den Aktien- und Kryptohandel wider, in dem beide Unternehmen bereits in großem Umfang tätig sind.

Insbesondere Robinhood verzeichnete frühzeitige starke Fortschritte. Das Unternehmen startete seinen Prediction-Markets-Hub nach dem US-Wahlzyklus 2024, und das Produkt entwickelte sich schnell zu einer der am schnellsten wachsenden Geschäftsbereiche nach Umsatz. Seit dem Start haben Nutzer Verträge im Wert von mehreren Milliarden gehandelt, die mit Sport, Politik und makroökonomischen Ereignissen verbunden sind.

Coinbase hat einen ähnlichen Ansatz gewählt, befindet sich jedoch noch in einem früheren Stadium seiner Einführung. Das Prognosemarkt-Angebot, das auf der Infrastruktur von Kalshi basiert, ist nun für seine gesamte Nutzerschaft verfügbar. Obwohl sich das Produkt noch in einem frühen Entwicklungsstadium befindet, erstreckt es sich über Kategorien wie Kryptowährungen, Wirtschaft und globale Ereignisse.

Cantor betrachtet die Gelegenheit als eine Funktion der Skalierung. Plattformen mit großen Einzelhandelsauditorien und bestehender Handelsinfrastruktur verfügen über einen eingebauten Vorteil, der es ihnen ermöglicht, Liquidität und Teilnahme schnell voranzutreiben.

Der Bericht wehrt sich zudem gegen die Vorstellung, dass Prognosemärkte lediglich Glücksspiel seien. „Ein häufiges Missverständnis über Prognosemärkte ist, dass sie getarnte Glücksspielplattformen sind“, hieß es. Stattdessen „handeln die Nutzer gegen andere Teilnehmer, indem sie Verträge kaufen, von denen sie glauben, dass sie ‚unterbewertet‘ sind, und ‚überbewertete‘ Verträge verkaufen“, ähnlich wie an Aktienmärkten.

Diese Struktur bedeutet, dass Plattformen Gebühren aus Aktivitäten und nicht aus Verlusten erzielen. Die Preise werden in Echtzeit aktualisiert, wenn neue Informationen in den Markt gelangen, wodurch laut dem Bericht „kontinuierlich aktualisierte Prognosen“ entstehen, die durch finanzielle Anreize getrieben werden.

Über den Einzelhandel hinaus sieht Cantor langfristige Anwendungen im Bereich Hedging und Prognosen. „Vorhersagemärkte werden sich als vielseitiges Instrument für institutionelle Anleger etablieren“, heißt es in dem Bericht, der auf potenzielle Einsatzmöglichkeiten im Risikomanagement und im makroökonomischen Hedging hinweist.

Dennoch bleibt die Regulierung die entscheidende Unsicherheitsquelle. Der Bericht beschreibt das aktuelle Umfeld als „unübersichtlich“, da sich die Bundes- und Landesbehörden uneinig darüber sind, ob Vorhersagemärkte unter das Derivategesetz oder unter Glücksspielvorschriften fallen.

Cantors Fazit ist, dass Prognosemärkte wahrscheinlich nicht verschwinden werden. Mit zunehmender Klarheit im regulatorischen Umfeld könnten Unternehmen mit großen Nutzerbasen und starker Distribution, wie Robinhood und Coinbase, am besten positioniert sein, um davon zu profitieren.

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