- Ripple-CLO Stuart Alderoty sagt, dass eine erfolgreiche Abstimmung über die Beendigung der Debatte zum CLARITY Act Mitte September die Dynamik für den Gesetzentwurf noch vor der Pause wegen der Zwischenwahlen beschleunigen wird.
- Ebenso ist er zuversichtlich, dass die SEC und die CFTC ihre Bemühungen um regulatorische Klarheit für digitale Währungen weiter vorantreiben werden – unabhängig davon, wie es mit dem Gesetzentwurf zur Struktur des Kryptomarktes im Kongress weitergeht.
Der US-amerikanische CLARITY Act für den Markt für digitale Währungen hat seit seiner Überweisung an den Senat nach einer Abstimmung im Repräsentantenhaus mit 294 zu 134 Stimmen eine Enttäuschung nach der anderen erlebt. Den Abgeordneten in der oberen Kammer des Kongresses gelang es nicht, eine Abstimmung darüber durchzusetzen, bevor der Kongress in die Augustpause ging.
Dennoch hat der Mehrheitsführer im Senat, John Thune, dem noch ausstehenden CLARITY Act vielleicht gerade einen Silberstreif am Horizont verschafft. Der erfahrene Gesetzgeber aus South Dakota reichte in letzter Minute einen Antrag auf eine für den 15. September angesetzte Abstimmung über die Beendigung der Debatte ein, um eine Filibuster-Aktion zu beenden und die Debatte über den Gesetzentwurf zu begrenzen. Für Stuart Alderoty, den Chief Legal Officer von Ripple, eröffnet diese Entwicklung eine Chance, die dem Gesetzentwurf möglicherweise neuen Schwung in Richtung einer endgültigen Abstimmung verleihen könnte.
Alderoty, der auch Präsident der National Cryptocurrency Association (NCA) ist, sagte gegenüber The Block während des Wyoming Blockchain Symposiums, dass „es einen gangbaren Weg für den CLARITY Act gibt“. Er wies darauf hin, dass die Abstimmung über die Beendigung der Debatte Mitte September ein „Wendepunkt“ für den Gesetzentwurf zur Struktur des Marktes für digitale Währungen sein wird.
15. September: Ein entscheidender Moment für die Dynamik des CLARITY Act
Der CLO von Ripple erklärte, dass die 60 Stimmen zur Beendigung der Debatte den CLARITY Act erheblich vorantreiben würden, was darauf hindeutet, dass er noch vor Ende 2026 Präsident Donald Trump zur Unterzeichnung vorgelegt werden könnte. Sollte die Abstimmung hingegen erneut scheitern, würde sich die Verabschiedung weiter verzögern, da sich der Fokus auf die Zwischenwahlen verlagert und der Kongress zwischen der ersten Oktoberwoche und der zweiten Novemberwoche in eine lange Pause geht.
Alderoty betonte, dass die USA im letzteren Fall „eine unglaubliche Chance verpassen“ und „einige der wirtschaftlichen Vorteile verschenken“ würden, die sich aus der regulatorischen Sicherheit im Bereich der digitalen Währungen ergeben.
Unter Berufung auf eine NCA-Studie schätzte Alderoty, dass es in den USA etwa 232.000 Arbeitsplätze im Krypto-Umfeld gibt. Diese Sektoren generieren eine Wirtschaftsleistung von 55 Millionen Dollar, was sich in höheren Staatseinnahmen niederschlägt. Den CLARITY Act zu verpassen, würde daher bedeuten, diese Arbeitsplätze ins Ausland zu vertreiben.
Im Gespräch räumte Alderoty mit dem Mythos auf, dass Krypto-Besitz ausschließlich auf junge Männer in der Fintech-Branche konzentriert sei. Er sagte, Untersuchungen der NCA hätten ergeben, dass die Zahl der Krypto-Besitzer über 55 genauso hoch ist wie die der unter 25-Jährigen, und dass ein Drittel davon Frauen sind.
Der Silberstreif am Horizont der US-Krypto-Regulierung
Außerdem glaubt Alderoty, dass die aktuellen Bemühungen der Securities and Exchange Commission (SEC) und der Commodity Futures Trading Commission (CFTC) für regulatorische Klarheit im Kryptobereich sorgen werden – unabhängig davon, ob der Senat den CLARITY Act verabschiedet oder ablehnt. Dennoch würde er es vorziehen, wenn der Gesetzentwurf angenommen wird, da er einen stärkeren Rahmen für die Förderung von Innovation und den Schutz von Verbrauchern und Emittenten in der Branche für digitale Währungen schaffen würde.
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