Der US-Bundesstaat Illinois sorgt mit einem neuen Gesetz für Kritik in der Krypto-Branche. Gouverneur J.B. Pritzker hat eine Regelung unterzeichnet, die eine Abgabe von 0,2 Prozent auf Transaktionen mit digitalen Vermögenswerten vorsieht.
This Illinois law is remarkably bad – it will end up hurting the state, kill jobs and push innovation out of the state.
— Brian Armstrong (@brian_armstrong) June 18, 2026
Coinbase has 1,517,628 customers (aka voters!) in Illinois.
If you think this is bad policy, sign up at @standwithcrypto and let your representatives know https://t.co/Hj4PBPVTr6
Besonders umstritten ist, dass Broker und Handelsplattformen die Abgabe einziehen müssen. Kritiker warnen, dass dadurch Unternehmen und Entwickler aus Illinois abwandern könnten. Der Crypto Council for Innovation, eine globale Allianz von Branchenführern, bezeichnete das Gesetz als eine der restriktivsten Regelungen für digitale Vermögenswerte in den Vereinigten Staaten.
Wer von der neuen Krypto-Steuer betroffen ist
Die Steuer gilt für Unternehmen mit Sitz in Illinois sowie für Anbieter, die Dienstleistungen für Einwohner des Bundesstaates erbringen und soll am 1. Januar 2027 in Kraft treten. Voraussetzung ist, dass die jährlichen Bruttoeinnahmen mindestens 100.000 US-Dollar betragen. Die neue Regelung soll mehrere Millionen US-Dollar pro Jahr in die Staatskasse spülen.
Aus Sicht vieler Branchenvertreter geht die Maßnahme jedoch deutlich zu weit. Sie befürchten zusätzliche Kosten für Unternehmen und Nachteile gegenüber Standorten mit einer krypto-freundlicheren Regulierung.
“Dieses Gesetz schafft ein beispielloses Steuersystem, das die Einwohner von Illinois unverhältnismäßig stark belastet, allein für die Nutzung digitaler Vermögenswerte, und Innovationen sowie Entwickler aus dem Bundesstaat vertreiben wird”, so die CCI auf X.
Die Entscheidung aus Illinois dürfte daher weit über die Grenzen des Bundesstaates hinaus beobachtet werden. Für die Krypto-Branche könnte das Gesetz zu einem wichtigen Testfall werden, wie weit einzelne US-Bundesstaaten bei der Regulierung digitaler Vermögenswerte künftig gehen wollen.