Consensys, die von Joe Lubin geführte Ethereum-Entwicklungsfirma, hat ihr mögliches US-Börsengang frühestens auf den Herbst verschoben, aufgrund der schlechten Marktbedingungen, wie zwei mit der Situation vertraute Personen berichteten.
Der Ersteller der MetaMask-Wallet hatte berichteten zufolge engagierte Banker von JPMorgan und Goldman Sachs im letzten Jahr, um den Prozess zu leiten.
Consensys hatte laut einer dritten Person beabsichtigt, bis Ende Februar dieses Jahres einen Entwurf der S-1-Registrierungserklärung bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC einzureichen. Eine vertrauliche Einreichung ist in der Regel der erste formelle Schritt im IPO-Prozess.
Die Kryptomärkte verzeichneten im Februar 2026 einen deutlichen Rückgang, da Investoren sich angesichts makroökonomischer Unsicherheiten, Tarifbedenken, nachlassender Erwartungen an Zinssenkungen und erheblicher Mittelabflüsse aus Bitcoin Exchange-Traded Funds (ETFs) von Risikoanlagen zurückzogen, was eine Welle von gehebelten Liquidationen bei digitalen Vermögenswerten auslöste. Vor diesem Hintergrund war Consensys’ Entscheidung, seine Börsengangpläne zu verschieben, kaum überraschend.
Eine Sprecherin von Consensys sagte: „Aus grundsätzlichen Erwägungen kommentieren wir keine Marktspekulationen.“
Verbesserte regulatorische Klarheit in den USA veranlasste mehrere Krypto-Unternehmen, Pläne für einen Börsengang in diesem Jahr bekannt zu geben. Doch ein anhaltender Marktrückgang hat dazu geführt, dass große Unternehmen wie der Börsenriese Kraken und Krypto-Wallet-Hersteller Ledger pausieren ihre Börsengangspläne.
BitGo (BTGO), das einzige auf Kryptowährungen spezialisierte Unternehmen, das im Jahr 2026 an die Börse ging, erzielte bei seinem Börsengang im Januar rund 213 Millionen US-Dollar, wobei die Aktien mit 18 US-Dollar über der Vermarktungsspanne angesetzt wurden und beim Debüt an der New York Stock Exchange (NYSE) um mehr als 20 % zulegten.
Doch die Rallye verflachte schnell, was die volatile Anlegerstimmung gegenüber Krypto-Listings unterstreicht. Die Aktie wird nun etwa 36 % unter ihrem IPO-Preis gehandelt.
Anfang 2022 sammelte Consensys eine beträchtliche 450 Millionen US-Dollar Series-D-Finanzierungsrunde, bewertet das Unternehmen mit 7 Milliarden US-Dollar.
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