Die brasilianische Zentralbank hat betont, dass die Einhaltung der Kryptovorschriften keine bloße Formalität ist. Laut dem Aufsichtsbeamten der Zentralbank dient das Vorgehen gegen die Banco Topazio als Vorbild für künftige Durchsetzungsmaßnahmen und ist keine einmalige Strafe.
Das Urteil erging, nachdem Copas mehrere Unregelmäßigkeiten im Bankgeschäft zwischen Oktober 2020 und September 2021dent. In diesem Zeitraum führte die Bank außerbörsliche Kryptowährungstransaktionen durch, ohne angemessene Kontrollmechanismen einzuführen, um diedentund Berechtigung der Drittbegünstigten sicherzustellen.
Die beanstandeten Transaktionen machten 63 % der ausgehenden Devisentransfers der Bank in diesem Zeitraum und 47 % ihrer Primärmarktaktivitäten aus. Aus diesem Grund kam der Ausschuss zu dem Schluss, dass das Ausmaß des Problems die Glaubwürdigkeit des Instituts auf dem Devisenmarkt des Landes geschädigt hat.
Die Aufsichtsbehörden bezeichnen die Verstöße der Banco Topazio als gravierend
Gemäß Artikel 4, Absatz IV des Gesetzes 13.506 kam Copas zu dem Schluss, dass die von der Banco Topazio begangenen Handlungen schwerwiegend waren, und die folgende Strafe dient als Vorbild für künftige Vollstreckungsverfahren, die sich ergeben könnten, und ist keine besondere Strafe für die Bank.
Der Ausschuss wies darauf hin, dass sich die Verstöße in drei Hauptbereiche unterteilen lassen: mangelnde oder gar keine Überprüfung der finanziellen Leistungsfähigkeit der Kunden, schwache Kundenregistrierungsverfahren und unzureichende Kontrollen zur Verhinderung von Geldwäsche und Terrorismusfinanzierung.
Nach der Verhängung der Strafe wurden auch drei Führungskräfte bestraft. Ademir Julio Schenatto wurde mit einer Geldstrafe von 732.000 R$ belegt und für fünf Jahre von der Ausübung jeglicher Position in regulierten Finanzinstituten ausgeschlossen. Allison Forgiarini Ferreira wurde mit einer Geldstrafe von 471.000 R$ belegt, während Haroldo Pimentel Stumpf eine Geldstrafe von 358.000 R$ zahlen musste.
Brasiliens Zentralbank sendet Warnsignal an die gesamte Branche
Während die Geldstrafen im Mittelpunkt stehen, ist die eigentliche Botschaft von Ailton Aquino, dem Direktor der Zentralbank und Präsidentendent Copas-Komitees, einfach: Die gegen Topazio verhängte Handelsbeschränkung „könnte und sollte gegebenenfalls auch als Vorsichtsmaßnahme eingesetzt werden, ohne dass zunächst ein Verwaltungsverfahren eingeleitet werden muss, wann immer wir der Ansicht sind, dass die Voraussetzungen für die Anwendung des Gesetzes 13.506 gegeben sind.“
Aquino bestätigte außerdem, dass die Regierung beabsichtigt, die Sanktionen auch gegen andere Unternehmen des Sektors anzuwenden, die keine ordnungsgemäßen Kundenregistrierungs- oder Aufsichtssysteme implementieren. Dies signalisiert einen deutlich härteren Ansatz bei der Verwaltung und Kontrolle der Krypto- und Finanzbranche.
Das umfassendere Vorgehen der Regulierungsbehörden in Brasilien
Am 30. April veröffentlichte die brasilianische Zentralbank die Resolution BCB Nr. 561, die allen AnbieterntronDevisengeschäfte die Verwendung von Stablecoins und anderen Kryptowährungen wie Bitcoin für Auslandstransaktionen untersagt. Die Zentralbank ordnete an, dass alle Devisenzahlungen über traditionelle Devisensysteme oder Girokonten vondentabgewickelt werden müssen.
Diese neue Entwicklung zielt darauf ab, digitale Vermögenswerte aus dem regulierten Rahmen des Landes herauszunehmen, anstatt Kryptotransfers im Land gänzlich zu verbieten. Dadurch kann die Zentralbank internationale Transfers auf die von ihr überwachten Devisenkanäle beschränken.
Diese neuen Gesetze führen zu strengeren Bedingungen und Vorschriften im Ökosystem, da eFX-Anbieter nun Kundengelder auf separaten Konten verwahren, monatliche Berichte über das Devisensystem der Zentralbank einreichen und Transaktionsaufzeichnungen für die nächsten zehn Jahre bei der Institution speichern müssen.