Shin Hyun-song, der Kandidat für die Leitung der Bank of Korea, äußerte, dass eine zentrale Bank digitale Währung (CBDC) und von Banken ausgegebene Einlagentoken den Kern des digitalen Geldsystems Südkoreas bilden sollten, wobei Stablecoins eine sekundäre Rolle spielen.
„Ich erwarte, dass Zentralbank-Digitalwährungen und Einlagentoken in einer Weise koexistieren können, die sich ergänzend und wettbewerbsfähig zu Stablecoins verhält“, sagte er, Yonhap berichtete unter Berufung auf die Bank von Korea.
In schriftlichen Bemerkungen, die Shin vor seiner Bestätigung Anhörung am 15. April dem Parlament vorlegte, erklärte er, der Einführung eines won-basierten Stablecoins zuzustimmen, betonte jedoch, dass das Vertrauen in die Währung an erster Stelle stehen müsse, so Yonhap.
Er stellte Stablecoins als nützliche Werkzeuge für den Handel mit tokenisierten Vermögenswerten und die Ermöglichung programmierbarer Zahlungen dar, nicht als Ersatz für staatlich gesichertes Geld.
Sein Vorschlag steht im Einklang mit der bestehenden Position der Zentralbank, dass die Ausgabe von Stablecoins zunächst durch regulierte Banken erfolgen sollte. Shin verwies auf Compliance-Anforderungen wie Geldwäschebekämpfung und Kundenprüfungen als Gründe, mit etablierten Kreditinstituten zu beginnen, die diese Standards bereits erfüllen.
Er stellte auch Behauptungen in Frage, dass blockchain-basierte Coins die Effizienz im Devisenhandel verbessern würden, und verwies auf Unsicherheiten bezüglich der Einhaltung von Vorschriften sowie auf zusätzliche Kosten.
Was Kryptowährungen im weiteren Sinne betrifft, so erklärte Shin, dass digitale Vermögenswerte in den Kernfunktionen von Geld als Recheneinheit, Tauschmittel und Wertspeicher zurückbleiben.
Die Bank von Korea hat davor gewarnt, dass privat ausgegebene Token Risiken für die Geldpolitik und die finanzielle Stabilität darstellen könnten, und hat eine strenge Aufsicht, einschließlich Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche und zur Kundenverifizierung, gefordert.
Shins Äußerungen erfolgen, während politische Entscheidungsträger darüber debattieren, wie weit der Markt geöffnet werden soll. Während Regulierungsbehörden auf bankgeführte Modelle setzen, haben Gesetzgeber umfassendere Rahmenwerke vorgeschlagen, die nicht-bankgebundenen Emittenten unter neuer Gesetzgebung erlauben würden.
Die erste vollständig regulierte Stablecoin des Landes, KRW1, debütierte im Februar durch eine Partnerschaft zwischen dem Kryptowährungsverwahrdienstleister BDACS und der Woori Bank.