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Senator Lummis warnt: CLARITY Act könnte bis 2030 verschoben werden

source-logo  coinedition.com 13 April 2026 07:42, UTC
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US-Senatorin Cynthia Lummis hat den Kongress gewarnt, den CLARITY Act jetzt zu verabschieden oder mit einer langen Verzögerung zu rechnen. Sie erklärte, dass das Gesetz möglicherweise erst spätestens 2030 eine weitere echte Chance bekommt, falls die Gesetzgeber vor dem Zwischenwahlzyklus 2026 nicht handeln.

Interessanterweise kehrt der Kongress am 13. April aus der Osterpause zurück, mit einer Prognose für den Senatsausschuss für Banken, die Ende April erwartet wird. Wenn dieses Zeitfenster verrutscht, übernehmen die Wahlkampfprioritäten die Kontrolle. Analysten erwarten, dass sich die legislativen Aktivitäten vor den Wahlen im November stark verlangsamen werden.

Marktprognosen deuten bereits auf einen mehrjährigen Stopp hin, wobei ein bedeutender Fortschritt vor 2027 unwahrscheinlich ist und die vollständige Verabschiedung möglicherweise bis 2030 verschoben wird.

This is our last chance to pass the Clarity Act until at least 2030. We can’t afford to surrender America’s financial future.

— Senator Cynthia Lummis (@SenLummis) April 10, 2026

Kernstruktur des CLARITY Act

Der CLARITY Act zielt darauf ab, die Aufsicht zwischen den Regulierungsbehörden aufzuteilen und die derzeitige Verwirrung auf den US-Kryptomärkten zu beseitigen.

Die meisten digitalen Vermögenswerte würden als Rohstoffe unter die Commodity Futures Trading Commission fallen. Tokens, die wie Anlageverträge fungieren, bleiben unter der Securities and Exchange Commission.

Das Gesetz legt auch Regeln für Stablecoins fest. Ein wichtiger Kompromiss verbietet passive Rendite auf Stablecoin-Salden, erlaubt aber Belohnungen, die an Aktivität gebunden sind. Dieser Punkt hat den Fortschritt um Monate verzögert.

Verbraucherschutz ist ein weiterer Schwerpunkt. Der Rahmen umfasst Verwahrungsregeln, strengere Offenlegungen sowie Kontrollen gegen Betrug und Marktmanipulation. Dieser Entwurf soll den Unternehmen klare Regeln geben. Ohne sie arbeiten Unternehmen weiterhin in einem fragmentierten System mit sich überschneidenden Durchsetzungen.

Fünf Hürden vor der endgültigen Genehmigung

Das Gesetz ist noch lange nicht in Kraft getreten. Es muss mehrere Schritte hintereinander abgeschlossen werden. Sie benötigt die Zustimmung des Bankenausschusses des Senats. Dann muss er 60 Stimmen im Senat sichern.

Danach muss er sich mit der im Juli 2025 verabschiedeten Version des Repräsentantenhauses und einem weiteren Senatsentwurf des Landwirtschaftsausschusses im Januar 2026 übereinstimmen. Die endgültige Genehmigung erfordert die Unterschrift des Präsidenten.

Es gibt weiterhin politische Streitigkeiten. Demokratische Gesetzgeber drängen auf Regeln, die Beamte daran hindern, von persönlichen Krypto-Investitionen zu profitieren. Das Weiße Haus hat sich gegen die Aufnahme dieser Formulierung ausgesprochen.

Das Risiko 2030 wird zum Basisfall

Lummis wird im Januar 2027 das Amt verlassen und hat bereits bestätigt, dass sie keine weitere Amtszeit anstreben wird. Das erhöht das Gewicht auf den aktuellen Push.

Die Kombination aus Wahlzyklen, ungelösten politischen Streitigkeiten und gesetzgeberischen Rückständen schafft ein schmales Zeitfenster. Wenn der Kongress in den kommenden Monaten nicht handelt, wird eine Verzögerung zum Standardergebnis.

Eine Verzögerung auf 2030 bedeutet, dass die USA Gefahr laufen, hinter anderen Rechtsordnungen zurückzufallen, die bereits vollständige Rahmenbedingungen haben. Es bedeutet auch anhaltende Unsicherheit für Unternehmen, Investoren und Verbraucher.

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