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Ethereum-Kurs: Droht jetzt der nächste Crash?

source-logo  bitcoin-2go.de 21 Mai 2026 05:11, UTC
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Ethereum verliert wichtige Struktur

Ethereum hat zuletzt ein bearishes technisches Signal geliefert. Der Ausbruch nach unten aus der vorherigen Dreiecksformation spricht dafür, dass die Verkäufer kurzfristig wieder die Kontrolle übernommen haben. Zusätzlich verschlechtert sich inzwischen auch die Struktur der gleitenden Durchschnitte. Die kurzfristigen Durchschnittslinien drehen zunehmend nach unten und bleiben weiterhin unter den langfristigen Durchschnitten. Das zeigt, dass die Dynamik auf der Oberseite zuletzt deutlich schwächer geworden ist.

$ETH-Kurs auf TradingView

Auch die Liquidationsdaten auf Binance passen aktuell eher zu einer angespannten Marktstruktur. In den vergangenen Tagen wurden dort verstärkt gehebelte Long-Positionen liquidiert. Solche Bewegungen entstehen häufig dann, wenn größere Marktteilnehmer Risiko reduzieren und Positionen abbauen.

Der Markt konnte sich nach diesen Liquidationswellen bislang nicht wirklich erholen. Das erhöht kurzfristig die Gefahr weiterer Rücksetzer. Sollte der Ethereum-Kurs die verlorene Dreiecksformation nicht zeitnah zurückerobern, bleibt das Risiko weiterer Abverkäufe bestehen. Dabei rückt zunehmend auch die Zone rund um 1.800 US-Dollar als wichtiger Unterstützungsbereich in den Fokus.


Massive $ETH-Abflüsse sorgen für Diskussionen

Parallel zur schwächeren Chartstruktur zeigen die aktuellen Binance-Daten allerdings eine komplett andere Entwicklung. Seit Anfang Mai wurden von Binance insgesamt mehr als drei Millionen $ETH abgezogen. Damit handelt es sich um eine der größten Abzugswellen der vergangenen Monate. An einzelnen Tagen lagen die $ETH-Abflüsse sogar bei über 500.000 $ETH. Solche Bewegungen stammen meist nicht von kleineren Privatanlegern, sondern eher von größeren Wallets oder institutionellen Marktteilnehmern.

Historisch gelten starke Börsenabflüsse häufig als positives Signal für die mittelfristige Marktstruktur. Werden Coins von Börsen abgezogen, sinkt das kurzfristig verfügbare Angebot auf dem Spotmarkt. Dadurch reduziert sich potenziell auch der Verkaufsdruck. Zeitlich fällt die Entwicklung zusätzlich mit der Stabilisierung von Ethereum im Bereich rund um 2.000 US-Dollar zusammen. Das zeigt, dass größere Marktteilnehmer die jüngste Schwächephase möglicherweise bereits nutzen, um $ETH außerhalb der Börsen aufzubauen.

$ETH: Exchange Outflow. Quelle: CryptoQuant

Dadurch entsteht aktuell eine eher ungewöhnliche Situation. Auf der einen Seite zeigen Chartstruktur und Derivatedaten kurzfristig weiterhin Schwäche. Auf der anderen Seite deuten die Börsenabflüsse darauf hin, dass langfristig orientierte Anleger weiter Ethereum akkumulieren. Sollte sich die allgemeine Marktstimmung wieder verbessern, könnte diese Kombination später wieder für stärkere Aufwärtsbewegungen sorgen. Kurzfristig bleibt die Lage allerdings angespannt.


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