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647,9 Millionen Dollar: Leerverkäufer treiben Bitcoin nach oben

source-logo  kryptoszene.de 23 September 2026 11:36, UTC
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Bitcoin lag am Montagvormittag bei 84.984 Dollar und damit 5,4 Prozent höher als noch 24 Stunden zuvor. Erst sechs Tage zuvor, am 15. September, war der Kurs auf 74.913 Dollar gefallen. Nach Daten von CoinDesk entfielen von insgesamt 746,6 Millionen Dollar an Liquidationen rund 647,9 Millionen Dollar auf Short-Positionen, die zwangsweise aufgelöst wurden.

  • Kurs: 84.984 Dollar am Montagvormittag, ein Plus von 5,4 Prozent in 24 Stunden.
  • Short Squeeze: 647,9 Millionen Dollar der insgesamt 746,6 Millionen Dollar Liquidationen betrafen Leerverkäufer.
  • Open Interest: Anstieg um 7,59 Prozent auf 156 Milliarden Dollar.

Wie der Short Squeeze den Bitcoin-Kurs antreibt

Ein Short Squeeze entsteht, wenn Leerverkäufer bei steigenden Kursen gezwungen sind, ihre Wetten gegen den Preis durch Rückkäufe zu schließen. Genau diese Zwangskäufe trieben den $BTC-Kurs laut Primärbericht immer weiter nach oben, ohne dass zunächst neue Käufer den Ausschlag ausgelöst hätten. Ein ähnlicher Mechanismus zog vor Kurzem bereits Dogecoin nach oben und zeigt, wie stark Liquidationen kurzfristig auf den gesamten Kryptomarkt durchschlagen können.

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Bemerkenswert ist, dass das offene Interesse trotz der aufgelösten Short-Positionen um 7,59 Prozent auf 156 Milliarden Dollar zulegte. Trader bauten demnach unmittelbar neue Positionen auf, was die Rolle gehebelter Positionen bei starken Bitcoin-Bewegungen einmal mehr unterstreicht. Wie Crypto Briefing berichtet, schloss Bitcoin nach dem Anstieg erstmals seit 45 Wochen über dem 50-Wochen-Durchschnitt, ein Signal, das mehrere Analysten in ihren aktuellen Einordnungen als mögliche Trendwende werten.

Noch vor einer Woche lag $BTC unter 75.000 Dollar, nachdem der US-Senat den Clarity Act nicht vorangebracht hatte. Der schnelle Umschwung binnen sechs Tagen zeigt damit auch, wie sensibel der Markt derzeit auf regulatorische Nachrichten reagiert.

Der Anstieg braucht echte Nachfrage

Ob es sich um den Beginn einer echten Erholung oder lediglich um einen mechanischen Ausschlag handelt, bleibt nach dem aktuellen Primärbericht offen. Nach dem Ende der Zwangskäufe müsste echte Nachfrage einsetzen, um das erreichte Niveau zu halten, denn Short-Liquidationen allein schaffen keinen dauerhaften Kaufdruck.

Vom Rekordhoch von rund 126.000 Dollar aus dem Oktober 2025 ist Bitcoin trotz des Sprungs noch etwa ein Drittel entfernt. Bei einem Börsenwert von rund 1,7 Billionen Dollar dürften selbst kräftige Erholungsphasen für neu einsteigende Anleger begrenzte Renditen bedeuten, wie eine aktuelle Einordnung zur Bitcoin-Rallye und dem wachsenden Futures-Exposure zeigt.

Ausblick: Hält Bitcoin die Marke von 85.000 Dollar?

Entscheidend wird sein, ob nach dem Abbau der Short-Positionen tatsächlich anhaltende Nachfrage folgt oder der Kurs nach dem mechanischen Schub wieder zurückfällt. Das gleichzeitig gestiegene offene Interesse zeigt zwar, dass Trader sofort neue Positionen aufbauten, liefert aber für sich genommen noch keinen Beleg für eine gesicherte Trendwende.

Die im Primärbericht aufgeworfene Kernfrage bleibt damit unbeantwortet: ob Bitcoin die Marke von 85.000 Dollar aus eigener Kraft verteidigen kann, sobald der Effekt der Zwangsliquidationen abklingt.

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