Der Bitcoin-Kurs steigt über 66.000 US-Dollar. Aktuell profitiert der Kryptomarkt erheblich vom Erfolg der Friedensverhandlungen zwischen den USA und dem Iran, der bereits von mehreren beteiligten Politikern bestätigt wurde. Die Euphorie der Anleger schiesst spürbar in die Höhe. CoinPro erklärt, warum die Freude verfrüht sein könnte.
Bitcoin-Kurs steigt über 66.000 USD: Deshalb profitiert Krypto jetzt
Der Bitcoin-Kurs steigt im Tagestrend erneut über 66.000 US-Dollar. Zum Redaktionsschluss fuhr die grösste Kryptowährung über die letzten 24 Stunden 2,50 Prozent Gewinn ein. Im Wochentrend summieren sich die Gewinne bereits auf 4,30 Prozent. BTC notiert infolgedessen bei genau 66.191 US-Dollar.
Nachdem der Bitcoin Anfang Juni unter 66.000 US-Dollar sank, gelingen nun grosse Fortschritte zugunsten einer Erholung. Dabei spiegelt Bitcoins Kursbewegung einen generellen Trend am Kryptomarkt wider.
Parallel zum Marktführer stieg der gesamte Kryptomarkt über die letzten 24 Stunden um 2,41 Prozent auf eine Marktkapitalisierung von 2,25 Billionen US-Dollar. Unter den 100 grössten Kryptos sind derzeit fast ausschliesslich grüne Zahlen zu entdecken. Nur wenige Coins schreiben im Tagestrend Verluste.
Zehn Altcoins gelingen im Tagestrend bereits erhebliche Kursgewinne. So stieg der Privacy Coin Zcash (ZEC) etwa um 27 Prozent. Auch Worldcoin (WLD) und LayerZero (ZRO) legen in nur 24 Stunden mehr als 20 Prozent Kursgewinn hin.
Besonders im Falle von Zcash gilt diese Entwicklung als erstaunlich. Wegen eines schwerwiegenden Sicherheitsfehlers war der Kurs des Privacy Coin kürzlich noch abgestürzt. Das Problem soll erst im Juli durch ein Softwareupgrade endgültig ausgemerzt werden.
Neuer Frieden zwischen Iran und USA sorgt für Hoffnung
Schuld an dem massiven Aufwärtstrend ist ein neuer Frieden zwischen den USA und dem Iran. Die beiden Länder gerieten Ende Februar in einen kriegerischen Konflikt, der im April temporär durch eine Waffenruhe endete. Danach flammte der Konflikt wiederholt auf. Trotz langwieriger Verhandlungen versäumten die Kriegsparteien die Herstellung eines endgültigen Friedens.
Gestern gaben dann der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif und US-Präsident Donald Trump den Erfolg der Verhandlungen bekannt. Demnach habe man in den Friedensverhandlungen endlich einen Konsens treffen können.
“Nach intensiven Gesprächen freuen wir uns, bekannt geben zu können, dass das Friedensabkommen zwischen den Vereinigten Staaten von Amerika und der Islamischen Republik Iran geschlossen wurde”, schrieb Sharif auf X.
Die Kriegsparteien hätten sich demnach auf die unverzügliche Beendigung der Auseinandersetzung an allen Fronten geeinigt – einschliesslich Libanon. Der Frieden soll dauerhaft währen. Ein Friedensvertrag soll am 19. Juni in der Schweiz unterzeichnet werden.
US-Präsident Trump bestätigte die Aussage in eigenen Botschaften, die er über Truth Social veröffentlichte. So beglückwünschte er gestern die Herstellung des Friedens.
“Das Abkommen mit der Islamischen Republik Iran ist nun unter Dach und Fach. Herzlichen Glückwunsch an alle! Hiermit genehmige ich die vollständige Freigabe der Strasse von Hormus und ordne gleichzeitig die sofortige Aufhebung der Seeblockade durch die US-Marine an. Schiffe der Welt, startet eure Motoren. Lasst das Öl fliessen!”, so Trump.
In einem weiteren Beitrag bezeichnete Trump die Vereinbarungen als grosse Errungenschaft für einen anhaltenden Frieden im Nahen Osten.
Verfrühte Euphorie? Darum ist der Frieden weiterhin wacklig
Auf die Herstellung des Friedens reagierte der Kryptomarkt merklich euphorisch. Laut CMC Crypto Fear & Greed Index stieg die Stimmung gestern aus dem Bereich “extreme Furcht” in das Segment “Angst”.
Inzwischen liegt der Index bei 24 von 100 Punkten. Nachrichten aus Israel relativieren den Frieden allerdings. Laut der israelischen Tageszeitung Maariw fühle sich die israelische Regierung nicht zur Einhaltung des Friedens im Libanon gezwungen.
Schon im April hatten Angriffe der israelischen Streitkräfte auf den Libanon eine Waffenruhe im Nahostkonflikt vorzeitig beendet.
“Netanjahu stellte klar, dass Israel sich nicht an die Libanon-Klausel im Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran gebunden sieht”, gab Maariw bekannt.
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