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Schlechteste Woche seit dem FTX-Crash: Bitcoin-Kurs rutscht unter 60.000 US-Dollar

source-logo  blocktrainer.de 05 Juni 2026 16:30, UTC
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Bitcoin-Kurs in US-Dollar (1-Monats-Kerzen) – TradingView

Der Bitcoin-Kurs ist heute Nachmittag unter die 60.000-US-Dollar-Marke abgerutscht.

Damit wurde das Tief vom 6. Februar dieses Jahres unterschritten, als Bitcoin laut Daten der Krypto-Börse Coinbase genau auf 60.001 US-Dollar fiel.

Das letzte Mal, dass $BTC unter 60.000 US-Dollar handelte, war im Oktober 2024 – also kurz vor dem Wahlsieg des selbsternannten „Krypto-Präsidenten“ Donald Trump, der den Bitcoin-Kurs zeitweise beflügelte.

Und tatsächlich kostet ein Bitcoin jetzt auch weniger als zum Höchststand des Jahres 2021. Damals stieg Bitcoin nämlich schon auf bis zu 69.000 US-Dollar.

Abverkauf verschärft sich

Nachdem das Unternehmen Strategy am Montag dieser Woche bekannt gegeben hatte, 32 Bitcoin verkauft zu haben, verschärfte sich der Abwärtstrend, der bereits am 6. Mai einsetzte.

Seit dem Wochenauftakt war Bitcoin heute zeitweise mehr als 18 % im Minus. Sollte sich der Kurs bis zum Ende der Woche nicht deutlich erholen, dann wäre es die schlechteste Woche für $BTC seit dem Kollaps der Krypto-Börse FTX im November 2022, als $BTC im Wochenverlauf über 22 % gefallen ist.

Die naheliegendsten Gründe für die Kursschwäche sind neben der Sorge vor weiteren Verkäufen durch den größten $BTC-Halter auch der KI-Boom sowie die anstehenden großen Börsengänge, die Kapital aus anderen Sektoren abzusaugen scheinen.

Am heutigen Freitag wurden zudem überraschend robuste US-Arbeitsmarktdaten gemeldet. Im Mai wurden nämlich 172.000 neue Jobs in den USA geschaffen und damit in etwa doppelt so viel wie erwartet.

Ein starker Arbeitsmarkt bei gleichzeitig hohen Inflationsraten gibt der US-Zentralbank keinen Raum für Zinssenkungen. Laut Polymarket ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Leitzins in diesem Jahr sogar noch angehoben wird, in Reaktion von unter 40 auf über 50 % gestiegen.

Wahrscheinlichkeit, dass der US-Leitzins in diesem Jahr noch angehoben wird – Quelle: Polymarket

Bitcoin reagiert besonders sensibel auf geldpolitische Entwicklungen. Am heutigen Freitag schwächeln aber auch die Aktienmärkte. Der Technologieindex Nasdaq 100 ist Stand 19:30 Uhr rund 3,5 % auf Tagessicht im Minus.

Boden in greifbarer Nähe?

Wenn der Bitcoin-Kurs einmal fällt, dann kann es oft schnell weiter bergab gehen. Dafür sorgen unter anderem die Liquidierungen der gehebelten Marktteilnehmer. Hinzu kommt die Tatsache, dass bei jeder Schwäche immer wieder die Sorge aufkommt, dass die Bitcoin-Story jetzt ein für alle Mal vorbei sein könnte.

In der Vergangenheit haben sich genau diese Phasen der Panik aber immer als phänomenale Einstiegschancen entpuppt. Ob es jetzt wieder so sein wird oder ob das Schlimmste noch bevorsteht, kann aber niemand mit Sicherheit sagen.

Interessant ist jedoch, dass Bitcoin gerade am 200-Wochen-Durchschnitt notiert, der bislang immer recht gut mit dem Boden des Bärenmarkts korrespondiert hat – obwohl $BTC im Jahr 2022 etwas länger unter der vielbeachteten Linie handelte.

Bitcoin-Kurs (1-Monats-Kerzen) und 200-Wochen-Durchschnitt – Quelle: TradingView

Dann gibt es auch noch das beliebte „Power-Law-Modell“, das nicht nur den Bitcoin-Preis, sondern auch die Zeitachse logarithmisch darstellt. Hier zeigt sich, dass Bitcoin seit Beginn der Kursaufzeichnung einer Art Trendkanal folgt.

In diesem Moment kratzt $BTC an dem „Support“ dieses Kanals, der genau genommen gerade 58.569 US-Dollar beträgt. Ob dieses Modell seine Gültigkeit behält oder so wie beispielsweise das „Stock-to-Flow-Modell“ ebenfalls gebrochen wird, dürfte jetzt spannend zu beobachten sein.

Der langfristige Power-Law-Chart – Quelle: BiTBO
Bitcoin kämpft mit der Support-Linie – Quelle: BiTBO

Unter dem Strich befindet sich Bitcoin offenbar in einem waschechten Bärenmarkt. In der Historie ist Bitcoin jedes Mal vom Hoch bis zum Tief aus gemessen um mehr als 75 % gefallen, wobei der jeweilige Kursrutsch von Zyklus zu Zyklus geringer wurde.

Bitcoin-Kursrückgang seit dem zuvor erreichten Allzeithoch – Quelle: glassnode

Nach jedem dieser Crashs gelang es Bitcoin jedoch, binnen weniger Jahre wieder einen neuen Höchststand zu erreichen.

Bislang beträgt der Kursrückgang seit dem Hoch von etwas über 126.300 US-Dollar im Oktober 2025 auch erst gute 50 %. Demnach sollte diese Korrektur Bitcoin-Halter auch nicht allzu sehr verunsichern.

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