Bitcoin ist in der vergangenen Woche um über 16 % gefallen und notiert aktuell bei etwa 62.000 US-Dollar, nachdem es zuvor bei rund 76.000 US-Dollar gelegen hatte. Die größte Kryptowährung liegt damit etwa 50 % unter ihrem Allzeithoch vom Oktober letzten Jahres. Zu diesem Kurssturz trugen vor allem hohe ETF-Abflüsse, negative Nachrichten von Mt. Gox und der erste Bitcoin-Verkauf von Strategy seit 2022 bei. Ein Großteil des Marktes wurde durch den Ausverkauf stark dezimiert.
On-Chain-Daten von CoinGlass zeigen, dass die Anzahl der Bitcoin UTXOs mit Verlust diese Woche am 2. Juni die Marke von 165 Millionen überschritten hat – ein neuer Höchststand. Da der $BTC-Kurs derzeit um die 60.000-Dollar-Marke pendelt, werden aktuell mehr Coins unter ihrem Einstandspreis gehalten als jemals zuvor in Bitcoinder Geschichte von

Was „UTXOs im Verlustzustand“ tatsächlich Trac
Ein UTXO (Unspent Transaction Output) bezeichnet Bitcoin oder Sats, die sich in einer Wallet befinden und seit ihrem Erhalt nicht bewegt wurden. Jeder UTXO hat einen Wert, der dem $BTC-Wert zum Zeitpunkt des letzten Besitzerwechsels entspricht. Fällt der $BTC-Kurs unter diesen Wert, entsteht ein Verlust für den UTXO. Das bedeutet nicht, dass jemand etwas verkauft oder gesperrt hat. Rein rechnerisch bedeutet es lediglich, dass die Coins weniger wert sind als ihre ursprünglichen Kosten. Die Zahl von 165 Millionen bedeutet, dass ein Rekordanteil des Netzwerks Bitcoins hält, die zu höheren Kursen gekauft wurden.
Die Anzahl der UTXOs mit Verlust ist zwar aktuell auf einem Allzeithoch, doch diese Zahl birgt eine interessante Nuance, die genauer betrachtet werden sollte. Während der Tiefpunkte des Bärenmarktes 2022 lag diese Zahl bei etwa 40 Millionen. Der Grund für den deutlich höheren Wert während der aktuellen Korrektur ist einfach: Die Anzahl der UTXOs im Netzwerk ist aufgrund der beschleunigten Börsenaktivität und des Ordinals-Booms der letzten vier Jahrematicangestiegen. Dadurch hat sich die Anzahl der einzelnen Outputs in der Blockchain vervielfacht. Es existieren mehr UTXOs als je zuvor, daher ist ein größerer Anteil an Verlusten teilweise mechanisch bedingt.
Ein aussagekräftigerer Indikator für die Stimmungslage in diesem Bereich wäre daher das Angebotsdefizit. Diese Kennzahl blendet das Wachstum der Gesamtproduktion aus und zeigt, wie viel tatsächlich an zirkulierenden Bitcoins im Minus liegt. Betrachtet man die aktuellen Daten, so befinden sich über 9,5 Millionen Bitcoins im Minus. Dies ist jedoch nicht ungewöhnlich und liegt sogar noch unter den Extremwerten der Bärenmärkte von 2022 und 2019.
Die entscheidende Grenze, die es zu beachten gilt

Die wichtigste tracist derzeit der realisierte Preis, der aktuell bei rund 53.500 US-Dollar liegt. Er entspricht den gesamten Anschaffungskosten aller Coins im Netzwerk, berechnet aus dem letzten Kurs, zu dem jeder einzelne gehandelt wurde. In vergangenen Bärenmärkten diente er als Kursuntergrenze. In beiden vorherigen Bärenmärkten fiel der Bitcoin-Kurs kurzzeitig unter dieses Niveau, was jeweils einen hervorragenden Einstieg für Investoren darstellte. Aktuell befindet sich die breite Anlegerbasis im Plus. Ein Rückgang in Richtung 53.500 US-Dollar, was einer weiteren Korrektur von 15 % gegenüber dem aktuellen Niveau entspräche, wäre die eigentliche Bewährungsprobe. Die aktuelle Differenz zwischen 62.000 US-Dollar und dem realisierten Preis verschafft den Bullen zwar etwas Spielraum, doch die 165 Millionen Coins mit Verlusten verdeutlichen, wie groß der Anteil des Marktes ist, der sich an diesem Niveau festklammert.