Das nächste Bitcoin-Halving steht erst in knapp zwei Jahren an, aber auf dem Kryptomarkt wird bereits über die möglichen Folgen spekuliert. Mehrere Analysten sehen im Oktober einen möglichen Wendepunkt für den Bitcoin-Kurs. Gleichzeitig rechnen Händler zunächst mit einer schwierigen Phase für die größte Kryptowährung der Welt.
Peter Brandt sieht mögliche Bodenbildung
Auf der Bitcoin-Blockchain werden etwa alle zehn Minuten neue Transaktionen in sogenannten Blocks hinzugefügt. Derzeit erhalten Miner dafür 3,125 Bitcoin pro Block. Nach dem nächsten Halving, das für April 2028 erwartet wird, sinkt diese Belohnung auf 1,5625 Bitcoin.
Das Halving erfolgt alle 210.000 Blocks und gilt als bedeutender Moment für den Markt. Durch die niedrigere Belohnung gelangt weniger neues Bitcoin in Umlauf. Historisch betrachtet begann der Bitcoin-Kurs oft zwölf bis achtzehn Monate vor einem solchen Halving mit einem Aufwärtstrend nach einem Bärenmarkt. Laut dem erfahrenen Trader Peter Brandt könnte das bedeuten, dass der Boden möglicherweise bereits im Oktober erreicht wird.
Derzeit bleibt die Stimmung auf dem Kryptomarkt verhalten. Faktoren wie steigende Ölpreise, höhere Renditen auf US-Staatsanleihen und Abflüsse aus Spot-Bitcoin-ETFs belasten risikoreiche Anlagen wie Bitcoin.
Deribit sieht Risiko eines Rückgangs auf 60.000 Dollar
Auch auf der Handelsplattform Deribit rechnet man mit weiteren Rückgängen. Jean David Péquignot, Chief Commercial Officer des Unternehmens, bezeichnet den Bereich zwischen 76.000 und 77.000 Dollar als wichtige Unterstützung für Bitcoin.
„Ein deutlicher Durchbruch unter dieses Niveau bringt 70.000 bis 72.000 Dollar ins Visier. Das nächste bedeutende Niveau darunter liegt bei etwa 60.000 Dollar“, sagt er.
Der Markt richtet seinen Fokus zunehmend auf die Anzahl der verbleibenden Blocks bis zum nächsten Halving. Davon sind inzwischen weniger als 100.000 übrig.