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Bitcoin-Händler treiben den BTC-Kurs wieder auf 77.000 Dollar, nachdem Trump die Reaktion auf den Iran auf Eis gelegt hat

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Am 19. Mai erholte sich Bitcoin von einem Tiefstand von 76.000 US-Dollar und notierte wieder über 77.000 US-Dollar (77.200 US-Dollar um 3:50 Uhr EST). Die Analysten von Bitfinex warnen jedoch, dass der Rückgang unter 78.000 US-Dollar tiefe Schwachstellen des Marktes offenlegt.

    Geopolitische Entspannung

    Bitcoin kletterte am Morgen des 19. Mai wieder über 77.000 US-Dollar und erholte sich damit von einem Rückgang auf 76.000 US-Dollar am späten Montag. Die Erholung verlief uneinheitlich, wobei die Kryptowährung starken Schwankungen unterlag, bevor sie sich um 3:50 Uhr EST bei 77.200 US-Dollar stabilisierte.

    Der Hauptkatalysator für die bescheidene Erholung schien eine Ankündigung von US-Präsident Donald Trump zu sein, die Wiederaufnahme militärischer Maßnahmen gegen den Iran zu verschieben. Die drohende Gefahr eines totalen Krieges hatte die globalen Märkte verunsichert und den Preis für West Texas Intermediate (WTI)-Rohöl auf über 111 US-Dollar pro Barrel getrieben.

    Während frühere Äußerungen des Präsidenten in den sozialen Medien zum Iran scharfe Marktwendungen ausgelöst hatten, bleibt die Reaktion der institutionellen Anleger auf diese jüngste „TACO“-Dynamik ausgesprochen gemischt. In Asien blieben die Indizes Nikkei und Hang Seng weitgehend unverändert, während der südkoreanische Kospi um fast 250 Punkte (3,25 %) einbrach. In Europa verzeichneten der CAC und der FTSE moderate Eröffnungsgewinne von unter 1 %, während der DAX mit einem Anstieg von 1,3 % die Region anführte.

    Obwohl Bitcoin im Tagesverlauf wieder die 1.000-Dollar-Marke erreichte, hat der jüngste Kursverfall praktisch alle Gewinne des Monats Mai zunichte gemacht. Analysten bei Bitfinex warnen, dass das Durchbrechen der kritischen 78.000-Dollar-Schwelle einen schweren strukturellen Verfall unter der Oberfläche des Kryptomarktes offenlegt. Insbesondere die beiden Hauptmotoren der marginalen Nachfrage – Spot-ETFs und gehebelte Renditeinstrumente – geraten gleichzeitig ins Stocken, gerade als sich die makroökonomischen Gegenwinde verstärken. „Dies macht Bitcoin in einer Zeit, in der sich die Liquiditätsbedingungen auf den schlechtesten Stand seit Februar verschlechtert haben, äußerst anfällig für exogene Schocks und ein potenzielles ‚Higher-for-Longer‘-Zinsregime“, warnten die Bitfinex-Analysten.

    Laut einem neuen Bitfinex-Bericht zeichnen die On-Chain-Kapitalflüsse ein ernüchterndes Bild. Die aktuellen Flüsse belaufen sich auf magere 2,8 Milliarden US-Dollar – ein krasser Gegensatz zu den 10 Milliarden US-Dollar, die normalerweise erforderlich sind, um einen dauerhaften Ausbruch aufrechtzuerhalten. Ohne die aggressive institutionelle Überzeugung, die frühere Haussezyklen antrieb, warnen die Analysten, dass die Lebensdauer der aktuellen Erholung nun fast ausschließlich davon abhängt, ob in den kommenden Tagen frisches Nettokapital in den Markt gepumpt werden kann.

    news.bitcoin.com