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Die Debatte über Bitcoin und Gold taucht wieder auf, nachdem Dalio sich zur Rolle von BTC äußert

source-logo  coinedition.com 12 Mai 2026 07:37, UTC
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Ray Dalio, Gründer von Bridgewater Associates, nahm die Diskussion über die Rolle von Bitcoin auf den globalen Märkten wieder auf, nachdem er infrage gestellt hatte, ob die Kryptowährung im Vergleich zu Gold als verlässlicher sicherer Hafen funktioniert hat.

Dalio erklärte, dass Bitcoin weiterhin die Aufmerksamkeit der Investoren auf sich zieht, argumentierte jedoch, dass es die typischerweise mit defensiven Vermögenswerten in Zeiten von Marktstress verbundenen Erwartungen nicht erfüllt habe. Laut seinen Äußerungen ist eine Sorge die Transparenz von Bitcoin, da Transaktionen weiterhin nachverfolgbar bleiben und wahrscheinlich überwacht oder kontrolliert werden. Er fügte hinzu, dass dieses Merkmal die Zinsen der Zentralbanken einschränken könnte, die Reserveanlagen suchen.

While Bitcoin gets a lot of attention, it hasn’t played the safe-haven role many expected. In my view, there are a few reasons why.

First, Bitcoin lacks privacy. Transactions can be monitored and potentially controlled, which is why central banks aren’t looking to hold it.… pic.twitter.com/j78NJdvrOw

— Ray Dalio (@RayDalio) May 11, 2026

Dalio verwies auch auf das Marktverhalten von Bitcoin neben Technologieaktien. Er erklärte, dass die Kryptowährung eine hohe Korrelation mit Technologieaktien zeigt, insbesondere in Zeiten von Liquiditätsdruck. In solchen Situationen liquidieren Investoren oft Bitcoin-Positionen, um Verpflichtungen an anderen Stellen in ihren Portfolios zu erfüllen.

Außerdem beschrieb Dalio Bitcoin als einen vergleichsweise kleineren Markt im Vergleich zu Gold. Er erklärte, dass Gold im globalen Finanzsystem aufgrund seiner breiteren Eigentümerbasis und seiner langjährigen Rolle in Reserven- und Anlageallokationsstrategien weiter etabliert ist.

Strategie hebt die Bitcoin-Performance seit 2020 hervor

Die Debatte intensivierte sich, nachdem Strategy Daten veröffentlichte, die die annualisierten Renditen wichtiger Anlageklassen während der sogenannten „Bitcoin-Standard-Ära“ ab dem 10. August 2020 verglichen.

Laut dem Diagramm erzielte Bitcoin während des gemessenen Zeitraums eine annualisierte Rendite von 40 % und übertraf damit mehrere traditionelle Anlageprodukte. Der Nasdaq-100 ETF QQQ erzielte eine annualisierte Rendite von 19 %, während der S&P 500 ETF SPY 16 % erzielte. Die Goldexposition durch GLD erzielte eine Rendite von 15 %.

Die Daten zeigten auch eine schwächere Entwicklung in anderen traditionellen Sektoren. Die Immobilienexposition über VNQ erzielte eine annualisierte Rendite von 6 %, während die durch BND dargestellte Anleihe-Exposition eine negative Rendite von 1 % verzeichnete.

Die Strategie besagte, dass Bitcoin im gleichen Zeitraum Gold übertroffen und gleichzeitig ein höheres Sharpe-Verhältnis generiert hatte. Das Unternehmen bezeichnete Gold als „analoges Kapital“ und Bitcoin als „digitales Kapital“, argumentierte jedoch, dass die Transparenz von Bitcoin es als globale Sicherheit geeignet mache.

Transparenz und monetäre Überprüfung bleiben zentral in der Debatte

Der Marktkommentator Oliver L. Velez reagierte auf Dalios Äußerungen, indem er argumentierte, dass die transparente Kassenstruktur von Bitcoin einen wesentlichen Unterschied zu traditionellen Finanzsystemen darstelle.

Velez erklärte, dass undurchsichtige Abwicklungssysteme und nicht überprüfbare Geldansprüche langjährige Probleme innerhalb der globalen Finanzwelt bleiben. Er stellte dies dem öffentlichen Kassenbuch von Bitcoin gegenüber, das es ermöglicht, Transaktionshistorie und Geldausgabe auditierbar und global überprüfbar zu bleiben.

Er argumentierte außerdem, dass Transparenz auf der monetären Basisebene sich von der transaktionalen Privatsphäre auf höheren Netzwerkebenen unterscheidet. Laut seinen Kommentaren ermöglicht die Struktur von Bitcoin, dass das monetäre Angebot öffentlich sichtbar bleibt, während zusätzliche Schichten private Transaktionen unterstützen können.

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