Matthew Sigel, Leiter der Digital-Asset-Research-Abteilung beim Vermögensverwalter VanEck, erwartet für Bitcoin in den kommenden Jahren einen massiven Kursanstieg. Im Gespräch mit CNBC erklärte Sigel, dass ein Bitcoin-Preis von 1 Million Dollar innerhalb der nächsten fünf Jahre für VanEck das Basisszenario darstelle.
Sigel verglich die Entwicklung von Bitcoin mit dem Wandel der Gaming-Industrie. Während Videospiele früher hauptsächlich von Kindern genutzt worden seien, hätten sie heute längst den Massenmarkt erreicht. Ähnlich könne sich auch Bitcoin zunehmend über verschiedene Alters- und Nutzergruppen hinweg etablieren.
Gleichzeitig betonte Sigel, dass der Weg zu einem siebenstelligen Bitcoin-Kurs nicht geradlinig verlaufen werde. Bitcoin sei ein „sehr zyklischer Vermögenswert“ und werde weiterhin von starken Kursschwankungen geprägt bleiben. Anders als traditionelle Finanzmärkte verfüge Bitcoin über keine zentrale Instanz, die in Krisenzeiten stabilisierend eingreifen könne.
Als langfristig positives Signal wertet Sigel unter anderem die zunehmende institutionelle Akzeptanz. Besonders bemerkenswert sei, dass inzwischen erstmals eine Zentralbank Bitcoin als Reserve halte. Dies unterstreiche aus seiner Sicht den Charakter von Bitcoin als langfristigen „Mega-Trend“.
Mit Blick auf die aktuelle Marktlage erklärte Sigel, dass die jüngste Kursentwicklung stark mit makroökonomischen Faktoren zusammenhänge. Die Korrelation zwischen Bitcoin und dem NASDAQ Composite habe zuletzt den höchsten Stand seit fünf Jahren erreicht. Dennoch sieht VanEck derzeit keine Anzeichen übermäßiger Euphorie am Markt. Laut Sigel werde die aktuelle Aufwärtsbewegung vor allem durch das Schließen von Short-Positionen getragen, während die allgemeine Marktpositionierung weiterhin vergleichsweise pessimistisch bleibe.