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Staatliche Bitcoin Reserve rückt näher: Weißes Haus stellt Plan für Juni in Aussicht

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US Bitcoin Strategie: Zweite Ankündigung von Witt in drei Monaten

Witt äußerte sich auf dem Solana Policy Institute Summit gegenüber dem Thinking Crypto Podcast. Er erklärte, die Administration arbeite an einer konkreten Ausgestaltung von Trumps Executive Order vom März 2025.

Es ist bereits die zweite Ankündigung ähnlicher Art innerhalb weniger Monate: Im Januar hatte Witt „obskure gesetzliche Bestimmungen” als Bremse bezeichnet. Ob diese inzwischen beseitigt sind, sagte er nicht. Konkrete Zahlen, Kaufpläne oder Budgetquellen nannte er ebenfalls nicht.

Die Prognoseplattform Polymarket beziffert die Wahrscheinlichkeit, dass eine staatliche Bitcoin Reserve vor 2027 tatsächlich etabliert wird, mit 23 Prozent. Die US Bitcoin Strategie bleibt damit rhetorisch präsent, operativ aber im Wartezustand.

328.372 BTC im Staatsbesitz: Grundlage für staatliche Bitcoin Reserve

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Die Vereinigten Staaten verfügen nach Schätzungen über rund 328.372 Bitcoin aus Beschlagnahmungen. Das ist der weltweit größte bekannte Staatsbestand. Trumps Dekret sieht vor, diese Coins zentral zu verwahren und nicht mehr zu verkaufen.

Damit würde die staatliche Bitcoin Reserve zunächst ohne aktive Käufe aufgebaut. Treasury-Minister Scott Bessent bestätigte im Januar, dass alle künftig beschlagnahmten Bitcoin ebenfalls in die Reserve überführt werden. Neue Mittel oder budgetneutrale Erwerbsstrategien wurden bisher nicht konkretisiert.

Das entsprechende Dekret ist öffentlich einsehbar. Bis zur gesetzlichen Verankerung bleibt die Reserve ein Dekret, kein Gesetz.

BITCOIN Act und Mined in America Act: Rechtshürden blockieren staatliche Bitcoin Reserve

Parallel zur Ankündigung bringt der Abgeordnete Nick Begich eine angepasste Version des BITCOIN Act in den Kongress ein, ergänzend zum Mined in America Act von Ende März. Die Hürde: Der CLARITY Act stockt, ein Markup steht aus, und Demokraten könnten nach den nächsten Kongresswahlen das gesamte Vorhaben blockieren.

Ohne Gesetzesverankerung bleibt die staatliche Bitcoin Reserve an den politischen Willen einer einzelnen Administration gebunden. Strukturell zeigt der Vorgang ein grundsätzliches Problem staatlicher Anreizsysteme: Legislative Prozesse folgen Wahlzyklen, Bitcoin folgt einem programmatisch festgelegten Angebotsplan.

Wer früh akkumuliert, sichert sich Bestand im Rahmen einer fixen 21-Millionen-Obergrenze. Wer wartet, konkurriert mit Staaten wie Brasilien, das eine Million Bitcoin anstrebt. Die eigentliche Machtverschiebung liegt nicht in der Ankündigung selbst, sondern darin, dass Nationen Bitcoin inzwischen als strategische Reserveposition betrachten.

Wir berichteten über den strategischen Wettlauf zwischen Großmächten um jeweils 1 Million Bitcoin.

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