- Das Protokoll der US-Notenbank zeigt, dass Beamte sowohl über mögliche Zinssenkungen als auch über mögliche Zinserhöhungen debattieren, wobei die Inflation und der Iran-Krieg die Politik in entgegengesetzte Richtungen ziehen.
- Bitcoin bewegt sich in der Nähe von 71.000 Dollar, und die Analysten sind sich uneins zwischen einer Erholung, wenn sich die Risikobereitschaft verbessert, und einem weiteren Rückschlag, wenn der Makrodruck zurückkehrt.
Das letzte Sitzungsprotokoll der Federal Reserve gab den Märkten kein eindeutiges Signal. Einige Beamte sagten, dass Zinssenkungen noch in diesem Jahr erforderlich sein könnten, wenn sich das Wachstum abschwächt. Andere argumentierten, dass Anpassungen nach oben notwendig werden könnten, wenn die Inflation über dem Zielwert bleibt, insbesondere wenn sich die höheren Energiekosten weiter auf die Wirtschaft auswirken.
Die Fed beließ die Zinssätze im März unverändert bei 3,50 % bis 3,75 %, während ihre Prognosen nach wie vor auf einen mittleren Leitzins von 3,4 % zum Jahresende hindeuteten, was im Großen und Ganzen eher eine Zinssenkung in diesem Jahr als einen schnellen Lockerungszyklus impliziert.
Zinsen, Öl und die Rückkehr der Makroökonomie
Dies ist für Bitcoin von Bedeutung, da der Token eher wie ein makrosensibler Vermögenswert als ein reiner sicherer Hafen gehandelt wird. Er stieg mit der allgemeinen Erleichterung nach dem zweiwöchigen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran, aber der Waffenstillstand scheint bereits brüchig zu sein, und der Ölpreis liegt weiterhin weit über dem Vorkriegsniveau. Händler schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Fed bis zum Jahresende nur noch auf etwa eins zu vier, nachdem sie kurzzeitig aggressiver auf eine Lockerung gewettet hatten.
Die 75.000-Dollar-Frage
Für die nächsten vier Wochen ist der kurzfristige Aufwärtstrend eindeutig. Wenn der Waffenstillstand hält, der Ölpreis sich in Grenzen hält und schwächere Inflationsdaten das Vertrauen in künftige Fed-Senkungen wiederherstellen, könnte Bitcoin von der aktuellen $71.000-Marke weiter steigen.
Dieser Fall wird auch durch die erneute institutionelle Nachfrage unterstützt, da Bitcoin-ETFs am 6. April etwa 471 Mio. $ eingenommen haben, der stärkste Tageszufluss seit Ende Februar. Längerfristige Bullen wie Bernstein haben argumentiert, dass Bitcoin bereits einen Boden gefunden haben könnte, da institutionelles Eigentum den Markt umgestaltet.
Der Fall der Baisse ist ehrlich gesagt weniger kompliziert. Wenn der Waffenstillstand mit dem Iran scheitert, der Ölpreis wieder steigt und die Hoffnung auf eine Zinssenkung schwindet, könnte Bitcoin schnell an Schwung verlieren. Vorsichtigere Analysten beobachten, ob Bitcoin die 75.000 $-Marke entscheidend zurückerobern kann. Wenn das nicht der Fall ist, sieht der Markt immer noch anfällig für einen weiteren Rückschlag aus, anstatt einen klaren Ausbruch zu schaffen.
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