Die Welt der Kryptowährungen ist bekannt für ihre Volatilität und oft überraschenden Wendungen. Ein bemerkenswertes Beispiel lieferte Jamie Dimon, der CEO von JPMorgan Chase, im September 2017. Seine öffentlichen Äusserungen und die darauf folgenden Enthüllungen sind ein Lehrstück in Sachen Finanzethik und Marktmanipulation.
Am 12. September 2017 sorgte Dimon für Schlagzeilen, als er Bitcoin öffentlich als „Betrug“ bezeichnete und sogar damit drohte, Händler in seinem Unternehmen zu entlassen, die beim Kauf von Bitcoin erwischt würden. Diese drastische Aussage hatte unmittelbare Auswirkungen auf den Markt: Der Wert von Bitcoin fiel innerhalb kurzer Zeit um 24 %.
Was jedoch kurz darauf ans Licht kam, war weitaus brisanter. Es stellte sich heraus, dass die grössten Käufer eines europäischen Bitcoin-Fonds, der mit physischem Bitcoin handelt, ausgerechnet Morgan Stanley und JP Morgan waren. Das bedeutet, dass Dimons eigenes Unternehmen massiv in den Vermögenswert investierte, den er öffentlich als „Betrug“ verunglimpfte.
bitcoinnews.ch