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Bitcoin rutscht ab, da Händler vor dem Inflationsbericht die Wetten auf eine Zinsanhebung der Fed im Juli erhöhen

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Wichtige Kryptowährungen geraten unter Druck, was die gestiegenen Erwartungen einer Zinserhöhung durch die Federal Reserve bereits im Juli widerspiegelt – direkt vor bedeutenden US-Inflationsdaten und einer Anhörung von Vorsitzendem Kevin Warsh vor dem Kongress.

Bitcoin BTC$62.388,03 ist innerhalb von 24 Stunden um über 2 % auf 62.380 $ gefallen. Ether (ETH), $XRP ($XRP) und andere Token verzeichnen laut CoinDesk-Daten ebenfalls ähnliche Verluste.

Die Geldmärkte schreiben nun etwa eine 50%ige Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung der Fed in diesem Monat zu, so Bloomberg-Daten, ein deutlicher Anstieg von etwa 10% noch vor wenigen Tagen. Dieser Wandel folgt auf Äußerungen von Fed-Gouverneur Christopher Waller, wonach die Funktionäre möglicherweise die Zinsen anheben müssen, um den Preisdruck unter Kontrolle zu bringen.

Die Neubewertung verbreitete sich in den festverzinslichen Märkten und trieb die Rendite der zweijährigen US-Staatsanleihen auf 4,29 %, den höchsten Stand seit Anfang letzten Jahres. Dieser Teil der Zinsstrukturkurve reagiert besonders empfindlich auf Veränderungen bei den Erwartungen an die kurzfristige Geldpolitik.

Die erneute Verschärfung der Haltung resultiert teilweise aus den eskalierenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran sowie einem deutlichen Anstieg der Ölpreise. Präsident Donald Trump setzte eine US-Blockade iranischer Schiffe durch die Straße von Hormus wieder in Kraft und forderte eine Erstattungsgebühr von 20 % auf alle anderen Frachtgüter, die diese wichtige Wasserstraße passieren.

Die Futures für West Texas Intermediate Rohöl sind von 67 US-Dollar zu Monatsbeginn auf nahezu 80 US-Dollar pro Fass gestiegen, was neue Inflationssorgen schürt.

Fokus auf Verbraucherpreisindex und Warsh-Aussage

Investoren erhalten am Dienstag eine neue Einschätzung der Preisdrucklage, wenn das Arbeitsministerium um 8:30 Uhr ET den Verbraucherpreisindex für Juni veröffentlicht.

Von Bloomberg befragte Ökonomen prognostizieren, dass der Gesamt-CPI unter eine jährliche Rate von 4 % fallen wird. Es wird erwartet, dass der Bericht die ersten Rückgänge sowohl beim Gesamt- als auch beim Kerninflationsindex seit Januar zeigt, nach den Messwerten von Mai von 4,2 % bzw. 2,9 %.

Selbst wenn die Zahlen den Erwartungen entsprechen, besteht das Risiko, dass sie angesichts des jüngsten Ölpreisanstiegs als rückblickend wahrgenommen werden. Sollte die Inflation stattdessen persistenter sein, könnten die Daten die Besorgnis über den zukünftigen Kurs der Fed verstärken.

Die Aufmerksamkeit wird sich dann auf die Aussage von Herrn Warsh im Kongresskapitol richten. Angesichts der Präferenz des Fed-Vorsitzenden für eine begrenzte Vorausinformation werden Anleger genau auf jegliche Hinweise zu Zinssätzen und Inflation achten.

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