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FTSE rutscht um über 1 % nach Trumps Aussagen – Nahost‑Spannungen kehren zurück

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Die wichtigsten Aktienindizes Londons fielen am Mittwoch um mehr als 1 %, nachdem US‑Präsident Donald Trump gesagt hatte, ein erstes Abkommen zur Beendigung des Kriegs mit Iran sei vom Tisch, wodurch die Anlegerängste vor einer Eskalation im Nahen Osten und die Möglichkeit höherer Ölpreise wieder auflebten.

Der Leitindex FTSE 100 sank um 1,3 % auf 10.519,17 Punkte um 11:11 GMT.

Der Mid‑Cap‑Index FTSE 250 gab um 1,7 % nach.

Der FTSE 100 erreichte damit den niedrigsten Stand seit fast einer Woche, während der FTSE 250 auf den tiefsten Stand seit mehr als einer Woche fiel, da Anleger auf die erneute geopolitische Unsicherheit reagierten.

Energiesektoren übertreffen nach Anstieg der Ölpreise

Die meisten Sektoren schlossen während der Sitzung im Minus.

Rüstungswerte erwiesen sich als größter Belastungsfaktor für den Markt, während der Energiesektor der einzige Bereich mit Kursgewinnen war.

Energieunternehmen profitierten von einem starken Anstieg der Rohölpreise, die um mehr als 4 % zulegten, nachdem Befürchtungen über mögliche Störungen der Ölversorgung aus dem Nahen Osten wiederaufgekommen waren.

BP stieg um 3 % und gehörte damit zu den stärksten Werten im FTSE 100.

Shell legte ebenfalls um 1,8 % zu, da Anleger nach dem Anstieg der Ölpreise in Energiewerte wechselten.

Die Gewinne bei ölbezogenen Unternehmen reichten jedoch nicht aus, um die breite Schwäche am Markt auszugleichen.

Edelmetallminen geben nach

Aktien von Edelmetallminen fielen während der Sitzung um 3,6 %.

Der Sektor geriet unter Druck, nachdem die Goldpreise um mehr als 1 % gesunken waren.

Der Goldrückgang spiegelte erneute Sorgen über die Inflation und Erwartungen wider, dass die Zinsen länger höher bleiben könnten.

Die Schwäche bei Edelmetallminen trug zur allgemeinen Abwärtsbewegung am Londoner Aktienmarkt bei.

Britischer Arbeitsmarkt zeigt leichte Verbesserung

Separat deutete eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage unter Personalvermittlern darauf hin, dass sich der britische Arbeitsmarkt im vergangenen Monat leicht verbessert habe.

Die Umfrage deutete an, dass sich der Abschwung am Arbeitsmarkt leicht abgeschwächt habe, gestützt durch stärkere kurzfristige Einstellungen und einen Anstieg der Einstiegsgehälter.

Während die Daten auf eine gewisse Widerstandsfähigkeit der Beschäftigungsbedingungen hindeuteten, trug das wenig zur Aufhellung der allgemeinen Marktstimmung bei, die weiterhin von geopolitischen Entwicklungen und Rohstoffpreisbewegungen dominiert wurde.

Einzelwerte zeigen gemischte Entwicklung

Unter den Einzelwerten stieg der Reiseveranstalter Jet2 um 9,9 %.

Das Unternehmen sagte, dass Touristen nach der Entspannung der Spannungen im Nahen Osten wieder eher bereit seien, Reisepläne zu bestätigen, was das Anlegervertrauen in die Aktie stärkte.

Im Gegensatz dazu fiel der Anbieter von erschwinglichem Wohnraum Vistry um 6,4 %, nachdem er gewarnt hatte, in der ersten Jahreshälfte einen Vorsteuerverlust von £30 Millionen (40 Mio. $) zu melden.

IG Group gewann 2,5 %, nachdem die Online‑Trading‑Plattform vorgeschlagen hatte, im Rahmen einer breiteren strategischen Neuausrichtung eine neue Holdinggesellschaft in Jersey zu gründen, um den Aktionärswert freizusetzen.

Insgesamt blieb die Anlegerstimmung vorsichtig, da die erneute geopolitische Unsicherheit die Anzeichen einer Verbesserung auf dem britischen Arbeitsmarkt überschattete.

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