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Plant BlackRock ETFs auf XRP und Solana? Neue Aussagen lassen die Tür offen

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BlackRock schließt weitere Krypto-ETFs jenseits von Bitcoin und Ethereum nicht mehr aus. Neue Produkte wird der Vermögensverwalter mit mehr als 15 Billionen US-Dollar an verwaltetem Vermögen jedoch nur auf ausreichend große und liquide Assets mit einer „ausgereiften Investmentthese“ und „nachweisbarer Kundennachfrage“ auflegen.

Ob BlackRock bereits Altcoins wie $XRP oder Solana prüft, ließ Robbie Mitchnick, Global Head of Digital Assets bei BlackRock, aber offen. Konkrete Kryptowährungen nannte er nicht.

Weitere Krypto-ETFs bleiben möglich

Mitchnick erläuterte die Produktstrategie in einem am 3. September veröffentlichten Gespräch mit ETF-Analyst Nate Geraci. Bisher schloss BlackRock weitere Krypto-ETFs kategorisch aus. Mitchnick zeigte sich in dem Interview nun offener. BlackRock biete weltweit bislang fünf Krypto-ETPs an, davon drei mit Bitcoin- und zwei mit Ether-Bezug:

„Wir sind bei unserem Ansatz ganz bewusst sehr selektiv vorgegangen. Es ist kein Zufall, dass wir derzeit weltweit nur fünf ETPs in diesem Bereich anbieten – drei auf Bitcoin und zwei auf Ether. Sie werden von uns niemals Dutzende Single-Token-ETFs nach dem Motto sehen: Wir werfen alles an die Wand und schauen, was funktioniert.“

Mitchnick zufolge verlangt jeder Start erhebliche Ressourcen für Aufklärung, Vertrieb und Marketing. Neben der Liquidität und Größe eines Tokens prüfe BlackRock deshalb, wie ausgereift die zugrunde liegende Anlagethese ist und ob unter den eigenen Kunden genügend Nachfrage besteht.

Unter diesen Voraussetzungen sei es „durchaus möglich“, das Angebot mit der Zeit zu erweitern. Konkrete Kryptowährungen wie $XRP oder Solana oder einen Zeitpunkt nannte er jedoch nicht.

BlackRock hebt starke Performance von Bitcoin hervor

Als Beleg für die bestehende Nachfrage verwies Mitchnick auf den iShares Bitcoin Trust ETF (IBIT). Dessen Nettozuflüsse liegen 2026 wieder mehr als eine Milliarde US-Dollar im Plus. Rund 3,2 Milliarden US-Dollar kamen allein in den vergangenen zweieinhalb Wochen hinzu, während der Bitcoin-Kurs um etwa 30 Prozent stieg.

Bemerkenswerter ist für Mitchnick aber das Verhalten während des Bärenmarktes. Der Bitcoin-Einbruch von mehr als 50 Prozent seit Oktober 2025 ließ das verwaltete IBIT-Vermögen von rund 99 Milliarden auf knapp 50 Milliarden US-Dollar sinken. Davon entfielen rund 49 Milliarden US-Dollar auf Kursverluste und lediglich eine Milliarde US-Dollar auf Nettoabflüsse. Mitchnick sagte:

„In deutlich steigenden oder auch nur stabilen Bitcoin-Marktphasen verzeichnet IBIT weiterhin Zuflüsse – sowohl durch neue Anleger als auch durch Investoren, die ihre bestehende Bitcoin-Position in den ETF-Mantel überführen. In fallenden Märkten hat sich IBIT vergleichsweise gut gehalten. Das zeigt eine stark langfristig ausgerichtete Buy-and-hold-Anlegerbasis, die geduldig durch den bisherigen Zyklus gegangen ist.“

Zugleich steigt nach Angaben von BlackRock das Interesse an In-kind-Transaktionen, wie wir berichteten. Dabei übertragen größere Bitcoin-Halter ihre Coins an einen Intermediär, der damit neue IBIT-Anteile kauft. Die Bitcoin gelangen anschließend zu Coinbase Prime. Im Gegenzug erhält der Besitzer die IBIT-Anteile.

Mitchnick führt die Nachfrage teilweise auf jüngste Sicherheitsvorfälle wie den Coldcard-Hack zurück. Weitere Motive seien aber auch eine einfachere Kreditaufnahme, Steuerabrechnung und Nachlassplanung.

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