Für die Verabschiedung des Vorschlags ist eine Zustimmung von 75 Prozent erforderlich. Mit Linear Leios soll Cardano mehr Transaktionen verarbeiten können, ohne kürzere Slot-Zeiten oder größere Blöcke einzuführen. Intersect schreibt:
„Linear Leios steigert Cardanos Durchsatz, ohne die Sicherheitsgarantien des Basisprotokolls zu verändern. Die höhere Kapazität soll nach der Aktivierung schrittweise über Protokollparameter freigegeben werden.“
Linear Leios setzt allerdings nur einen Teil der ursprünglichen Leios-Architektur um. Eine vollständigere Version macht zusätzliche Änderungen notwendig und ist deshalb für eine spätere Ära vorgesehen.
Neben Leios umfasst die erste Phase mehrere Anpassungen für Entwickler und ADA-Staker. Verschachtelte Transaktionen (CIP-118) sollen voneinander getrennte Signaturen und Ausführungskontexte innerhalb einer übergeordneten Transaktion ermöglichen. Guard Scripts (CIP-112) sollen die Gültigkeit einer Transaktion beobachten können, ohne selbst als Bestandteil eines Vorgangs zu sein.
CIP-159 legt die Grundlagen für kontoähnliche Adressen auf Cardano. Mit CIP-181 soll außerdem die Pflicht entfallen, vor dem Abheben von Staking-Rewards an einen DRep delegiert zu sein. Die technischen Voraussetzungen für Peras werden ebenfalls bereits in dieser Phase eingebaut.
Peras soll die Finalität beschleunigen
Die Code-Fertigstellung der zweiten Phase ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen. Ouroboros Peras (CIP-140) benötigt keine weitere Ära, sondern kann durch ein erneutes Upgrade innerhalb von Dijkstra aktiviert werden.
Peras ergänzt die bestehende Chain-Selection-Regel von Ouroboros Praos um eine Abstimmungsebene. Komitees aus Stake-Pool-Betreibern stimmen über aktuelle Chain-Spitzen ab. Erreicht eine Spitze ausreichend viele Stimmen, kann das Netzwerk sie früher als endgültig behandeln. Intersect erklärt dazu:
„Peras verändert nicht, wie Blöcke erzeugt werden. Es verändert, wie schnell das Netzwerk einen Block als unumkehrbar betrachten kann.“
Beide Phasen müssen zunächst das Preview- und anschließend das Pre-Production-Testnet durchlaufen. Für das Mainnet müssen DReps, Stake-Pool-Betreiber und das Verfassungskomitee der jeweilige Governance-Aktion zustimmen.
Die Quartalsangaben beziehen sich deshalb ausdrücklich auf Code-Fertigstellung und Mainnet-fähige Releases. Community-Tests und On-Chain-Abstimmungen werden die Mainnet-Releases nach hinten verschieben. Feste Termine gibt es daher noch nicht.