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Binance fehlt im MiCA-Register – vier griechische Anbieter sind dabei

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Griechenland ist erstmals mit Kryptounternehmen im europäischen MiCA-Register vertreten. Vier griechische Anbieter wurden in die Datenbank der Aufsichtsbehörde ESMA, aufgenommen, in der zugelassene Kryptodienstleister geführt werden. Die ESMA aktualisiert das Register wöchentlich.

Der Schritt ist bemerkenswert, weil Griechenland in dem Register bislang fehlte. Zuvor hatte Binance versucht, über das Land eine MiCA-Lizenz zu erhalten, zog den Antrag am Ende jedoch zurück.

Vier griechische Anbieter im MiCA-Register

Konkret handelt es sich um BCash, Xenios Blockchain Group, Capital Wallet Greece und Piraeus Bank. Mit ihrer Aufnahme nimmt die Umsetzung der europäischen Kryptoregulierung MiCA in Griechenland konkretere Formen an.

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MiCA schafft innerhalb der Europäischen Union einheitliche Regeln für Unternehmen, die Kryptodienstleistungen anbieten. Für Unternehmen liegt ein zentraler Vorteil darin, dass sie mit der passenden Lizenz aus einem Mitgliedstaat heraus auch in anderen EU-Ländern tätig werden können.

Die Aufsicht in Griechenland ist auf mehrere Behörden verteilt. Bei drei der neuen Einträge spielt die Hellenic Capital Market Commission eine Rolle, bei Piraeus Bank ist zudem die Bank of Greece zuständig. Die ESMA bestätigt, dass beide Behörden innerhalb der griechischen MiCA-Aufsicht Befugnisse haben.

Seit dem 1. Juli 2026 ist zudem die allgemeine Übergangsfrist von MiCA abgelaufen. Die ESMA warnt europäische Anleger deshalb davor, ungeprüft auf Anbieter zu setzen, und empfiehlt zu kontrollieren, ob diese tatsächlich im Register stehen.

Binance zog Antrag in Griechenland zurück

Ein deutlich größerer Name hatte zuvor versucht, über Griechenland Zugang zum europäischen Markt zu erhalten. Binance reichte bei der griechischen Aufsicht einen Antrag ein, zog ihn am 24. Juni jedoch wieder zurück, bevor eine endgültige Entscheidung gefallen war.

Später rückte der Fall durch Recherchen des Wall Street Journal erneut in den Fokus. Die Zeitung berichtete, dass EZB-Präsidentin Christine Lagarde sich gegen eine griechische Lizenz für Binance ausgesprochen und Kontakt zur griechischen Regierung aufgenommen habe. Die griechische Aufsicht bestritt dem Bericht zufolge Teile dieser Darstellung.

Eine MiCA-Lizenz in Griechenland hätte für Binance weit mehr bedeutet als nur den Zugang zum griechischen Markt. Unter MiCA dürfen zugelassene Anbieter ihre Kryptodienstleistungen unter bestimmten Voraussetzungen auch grenzüberschreitend innerhalb der Europäischen Union anbieten.

Griechenland schließt zum übrigen Europa auf

Mit den ersten griechischen Einträgen wächst die Zahl der Länder, die tatsächlich im MiCA-Register vertreten sind, weiter. Die ESMA sammelt dafür Daten der nationalen Aufsichtsbehörden und veröffentlicht regelmäßig eine aktualisierte Fassung.

Für Kryptoanleger gewinnt dieses Register zunehmend an Bedeutung. Nach dem Ende der Übergangsfrist müssen Anbieter, die unter MiCA fallen, grundsätzlich über die erforderliche europäische Erlaubnis verfügen, um ihre Dienstleistungen fortsetzen zu dürfen.

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