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Quantenbedrohung für Bitcoin & Ethereum rückt näher: Was das für die Aktien von Rigetti & Co. bedeutet

source-logo  finanzen.net 21 September 2026 05:13, UTC
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  • Forscher drücken die geschätzte Hürde für einen Quantenangriff auf Krypto
  • Aktuelle Hardware kann Bitcoin und Ethereum weiterhin nicht knacken
  • Für Anleger rücken Quantenaktien wie Rigetti als spekulative Wette in den Blick

Ein internationales Forscherteam hat den geschätzten Aufwand für einen zentralen Schritt eines künftigen Quantenangriffs auf Bitcoin und Ethereum mehr als halbiert, und damit rückt für Kryptoanleger ein lange verdrängtes Risiko näher. Angreifen kann die beiden Netzwerke heute zwar noch keine Maschine, doch die Schätzungen, wie viel Rechenkraft nötig wäre, fallen schneller als gedacht.

Halbierter Aufwand, ohne dass die Hardware besser wird

Das Papier haben Forscher der Ethereum Foundation, von Theta Labs, StarkWare und weiteren Organisationen mit CoinDesk geteilt. Sie beschreiben ein Schaltkreis mit 1.151 logischen Qubits und rund 1,3 Millionen Toffoli-Gattern, vereinfacht die Größe der nötigen Maschine und ihr Arbeitspensum. Der Entwurf kommt auf einen Aufwandswert von etwa 1,5 Milliarden und damit mehr als 50 Prozent unter die rund 3 Milliarden, die Google Quantum AI im März als Referenz gesetzt hatte, auch wenn die Werte laut den Autoren nicht exakt vergleichbar sind. Entscheidend ist: Die Hardware muss dafür nicht besser werden.

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Menschen und KI drücken die Zahl gemeinsam

Dass der Wert so schnell fällt, liegt auch an der Methode. Über die offene Challenge ECDSA.Fail von Eigen Labs arbeiteten mehr als 100 Teilnehmer rund acht Wochen an dem Problem, unterstützt von KI-Agenten, und reichten über 400 akzeptierte Verbesserungen ein, die jeweils zum Ausgangspunkt für die nächste wurden. Die Richtung gaben dabei die Menschen vor, die KI übernahm Umsetzung und Feinschliff. Nach dem Redaktionsschluss der Studie sank der Aufwandswert weiter auf rund 1,26 Milliarden, eine Variante drückte die Maschinengröße auf 813 Qubits. Für Anleger zählt vor allem das Tempo.

Warum das für den Kryptomarkt zählt

Bitcoin und Ethereum sichern Guthaben über dasselbe Verfahren, secp256k1. Ein ausreichend großer Quantenrechner könnte mit Shors Algorithmus aus einem offengelegten öffentlichen Schlüssel den privaten Schlüssel errechnen und Überweisungen im Namen des Besitzers freigeben. Noch existiert keine Maschine, die das leistet, und das komplette Angriffsszenario haben die Forscher auch nicht durchgerechnet. Hauptautor Jieyi Long, Technikchef von Theta Labs, bringt es gegenüber CoinDesk auf den Punkt: Ein Angriff sei nicht unmittelbar, dringend sei die Sache aber, weil die Gegenmaßnahme Jahre brauche und sich nicht nachträglich aufspielen lasse.

Quantenaktien wie Rigetti, D-Wave & Quantinuum sind die andere Seite der Wette

Wer die Entwicklung handeln will, landet schnell bei den börsennotierten Quantenwerten. Anfang September finalisierte das US-Handelsministerium Förderzusagen aus dem CHIPS Act von bis zu 100 Millionen US-Dollar je Unternehmen für Rigetti Computing, D-Wave Quantum und Quantinuum und nahm an allen drei Firmen Minderheitsbeteiligungen. Das Geld soll genau jene fehlertoleranten Maschinen bauen, auf denen ein Angriff eines Tages liefe. Für Anleger ist das die direkte, aber spekulative Seite des Themas: Die Werte sind jung, tief defizitär und schwanken heftig, und ein Durchbruch, der Krypto bedroht, ist noch keine Umsatzgarantie.

Zunächst stellt sich die Frage, wie schnell die Schätzungen weiter fallen und ob die Bitcoin- und Ethereum-Entwickler einen konkreten Umstieg auf quantensichere Signaturen auf den Weg bringen. Solange beides offen ist, bleibt das Quantenthema für den Kryptomarkt ein Risiko im Hintergrund, das an Kontur gewinnt, aber noch keinen Preis hat.

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