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Britische Ermittler frieren Millionen bei Sorare ein

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Die britische Ermittlungsbehörde NCA hat Medienberichten zufolge 10 Millionen Pfund von Sorare eingefroren. Die Blockchain-Plattform ist vor allem für digitale Fußballkarten und große Partnerschaften mit Fußballligen bekannt, darunter die Premier League. Nun prüft die NCA mögliche illegale Glücksspielaktivitäten im Umfeld des Unternehmens.

Zudem will die Behörde klären, woher die eingefrorenen Gelder genau stammen und ob es Verbindungen zu möglichen kriminellen Aktivitäten anderer Parteien gibt. Laut der britischen Zeitung The Sun kann Sorare vorerst nicht über das Geld verfügen.

Warum steht Sorare unter Druck?

Laut The Sun geht es um 10 Millionen Pfund, umgerechnet rund 13,5 Millionen Dollar. Ein Gericht in Westminster soll bereits im Januar 2025 die Einfrierung des Betrags genehmigt haben.

Das bedeutet nicht, dass Sorare einer Straftat schuldig gesprochen wurde. Mit der vorläufigen Sicherung der Gelder verhindert die NCA, dass sie während der Ermittlungen verschoben oder abgehoben werden können. Gleichzeitig versucht die Behörde zu klären, woher das Geld stammt.

Im Zentrum steht auch die Frage, ob bestimmte Aktivitäten von Sorare als Glücksspiel einzustufen sind.

Sorare ermöglicht Nutzern, digitale Karten realer Sportler zu sammeln und zu handeln. Mit diesen Karten können sie anschließend Teams für Online-Fantasy-Wettbewerbe zusammenstellen. Wie gut ein solches Team abschneidet, hängt von den Leistungen der echten Spieler auf dem Fußballplatz ab.

Damit bewegt sich Sorare in einer Grauzone. Die Plattform verbindet digitale Sammelkarten mit Wettbewerben und Preisen. Britische Behörden prüfen schon länger kritisch, ab wann solche Spiele unter das Glücksspielrecht fallen.

Sorare zahlte Millionen für Premier-League-Deal

Sorare ist kein kleiner Anbieter. Das Unternehmen konnte in den vergangenen Jahren große Namen aus der Sportwelt für sich gewinnen und schloss 2023 eine vierjährige Vereinbarung mit der englischen Premier League.

Der Deal hatte früheren Berichten zufolge ein Volumen von 162 Millionen Dollar. Sorare durfte dadurch offizielle digitale Karten von Spielern aus der höchsten englischen Fußballliga anbieten.

Die Partnerschaft hielt am Ende jedoch keine vier Jahre. Nach der abgelaufenen Saison endete die Vereinbarung zwischen Sorare und der Premier League vorzeitig.

Britische Behörden prüfen Krypto im Fußball genauer

Die Ermittlungen gegen Sorare sind kein Einzelfall. Britische Aufseher betrachten die Präsenz von Krypto- und Blockchain-Unternehmen im Profifußball zunehmend kritisch.

Die Financial Conduct Authority (FCA) verschickte im Juni etwa Schreiben an Klubs aus der Premier League. Die Aufsicht warnte vor Kooperationen mit Unternehmen, die möglicherweise nicht über die erforderlichen britischen Genehmigungen verfügen.

Dennoch sind große Krypto-Unternehmen im englischen Fußball weiterhin prominent vertreten. Chelsea arbeitet mit Circle zusammen, dem Unternehmen hinter dem Stablecoin USDC. Manchester City kooperiert mit der Kryptoplattform OKX.

Seit dem starken Einbruch des Kryptomarkts im Jahr 2022 hat sich das Verhältnis zwischen Fußball und Krypto allerdings verändert. Klubs und Unternehmen agieren bei großen Sponsoringverträgen vorsichtiger, während Aufseher stärker auf Lizenzen und die Vermarktung von Finanzprodukten an Fans achten.

Für Sorare geht es in den Ermittlungen nun vor allem um die Grenze zwischen Fantasy Sports und Glücksspiel. Die NCA muss noch feststellen, ob tatsächlich illegale Aktivitäten vorlagen und woher die eingefrorenen 10 Millionen Pfund stammen.

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