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ACHTUNG: Cyberangriff auf Canny legt Daten von 21bitcoin-Nutzern offen

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Der Bitcoin-Anbieter 21bitcoin meldet einen Sicherheitsvorfall bei einem externen Dienstleister. Betroffen sind Nutzerdaten aus dem Kundensupport, nicht jedoch die eigene Handels- und Verwahrungsinfrastruktur.

🔔Wichtige Information

Bei unserem externen Dienstleister „Canny” ist es zu einem Sicherheitsvorfall gekommen, wodurch auch bestimmte Daten von 21bitcoin-Nutzern betroffen sind.

Das Wichtigste vorweg: Unsere internen Systeme, deine Bitcoin und dein Euro-Guthaben sind sicher und…

— 21bitcoin 🇩🇪🇦🇹 (@21bitcoinApp) September 2, 2026

Der Angriff ereignete sich am 28. August beim Softwareanbieter Canny, dessen Feedback-Tool über eine Schnittstelle mit dem von 21bitcoin verwendeten Support-System Intercom verbunden war. Nach Angaben des Unternehmens gelangten Angreifer an einen Zugangsschlüssel dieser Integration und nutzten ihn, um Daten aus dem Support-System auszulesen.

Die Verbindung wurde noch am selben Tag getrennt und der kompromittierte Schlüssel deaktiviert. 21bitcoin erfuhr eigenen Angaben zufolge am 29. August von dem Vorfall und wertete anschließend Zugriffsprotokolle aus.

Namen, Kontaktdaten und teils Guthabenbezogene Angaben betroffen

Welche Informationen offengelegt wurden, unterscheidet sich je nach Nutzer. Möglich sind Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern, Geburtsdaten sowie technische Angaben wie Sprache, Land oder Betriebssystem.

Bei einem Teil der Nutzer waren zudem Informationen zum Kontostatus sowie der damals im Support-System sichtbare Guthabenstand abrufbar. Auch die erste Nachricht beziehungsweise das Thema einer Support-Konversation konnte betroffen sein.

Weitere Nachrichten, interne Notizen, Anhänge und Dokumente seien dagegen nicht abgerufen worden. Nach Angaben von 21bitcoin bestehen 42,6 Prozent der betroffenen Kontakte lediglich aus technischen Einträgen ohne Namen oder Kontaktdaten.

Nicht Teil des Datenabflusses waren demnach Passwörter, Zwei-Faktor-Codes und Sitzungsdaten. Auch Bitcoin-Adressen, Transaktionshistorien, Bankdaten, Wohnanschriften sowie Ausweis- und KYC-Unterlagen waren laut der Auswertung nicht betroffen. Die Bitcoin- und Euro-Bestände der Kunden liefen über technisch getrennte Systeme.

21bitcoin warnt vor gezielten Phishing-Versuchen

Das unmittelbare Risiko liegt damit weniger in einem direkten Zugriff auf Kundenkonten als bei möglichen Phishing-Angriffen. Die entwendeten Informationen könnten genutzt werden, um Nachrichten glaubwürdiger erscheinen zu lassen, etwa durch eine korrekte Anrede oder einen Bezug auf frühere Support-Anfragen.

21bitcoin hat die Verbindung zu Canny dauerhaft entfernt und nach eigenen Angaben zugehörige Zugangsdaten ausgetauscht. Zusätzlich führt das Unternehmen einen persönlichen Sicherheitscode für E-Mails ein. Dieser soll in der App einsehbar sein und Kunden helfen, echte Nachrichten von gefälschten Mitteilungen zu unterscheiden.

Das Unternehmen empfiehlt außerdem die Nutzung einer App-basierten Zwei-Faktor-Authentifizierung. Eine Änderung bestehender Zugangsdaten sei aufgrund des Vorfalls nicht erforderlich. Die Plattform, Bitcoin-Verwahrung sowie Kauf-, Verkaufs- und Sparplanfunktionen laufen nach Angaben von 21bitcoin weiter.

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