Nach der Vereinbarung muss $HTX unerlaubte Werbung auf seiner Website, in seinen Apps und in sozialen Medien unterlassen. Die Bedingungen des Vergleichs sind vertraulich, ein Eingeständnis einer Haftung oder eines Fehlverhaltens enthält er nicht. Britische Kunden, die noch Guthaben bei $HTX haben, verweist die FCA auf die Website der Börse, dort stehen Hinweise zur Auszahlung.
Kucoin zieht sich aus Russland und Belarus zurück
Kucoin stellt alle Produkte und Dienste für Kunden in Russland und Belarus mit sofortiger Wirkung ein, wie die Börse am Donnerstag bekanntgab. Begründet wird der Schritt mit geltenden rechtlichen und regulatorischen Vorgaben.
Betroffene Kunden sollen eine persönliche Nachricht mit Fristen und Anleitungen erhalten, wie sie Positionen schließen und Guthaben abziehen. Wer keine Nachricht bekommt, muss nach Angaben von Kucoin vorerst nichts tun. Welche Gesetze oder Sanktionen hinter der Entscheidung stehen und wie viele Kunden betroffen sind, teilte die Börse nicht mit.
Der Rückzug folgt ähnlichen Schritten der Konkurrenten MEXC und Bitget im Oktober. Plattformen, die Kunden in Russland und Belarus bedienen, stehen international zunehmend unter Druck.
MEXC begann am 20. Oktober, seine Dienste für Nutzer in beiden Ländern einzustellen, und verwies auf weltweite Compliance-Vorgaben, wie Bitcoin.com News am 21. Oktober berichtete. Betroffene Kunden sollten persönliche Anweisungen erhalten, wie sie ihre Positionen schließen und ihre Vermögenswerte abziehen, alle anderen konnten weiterhandeln.
Bitget setzte im Oktober Russland, Belarus und Kasachstan auf seine Liste der gesperrten Länder. Einige Kunden seien aufgefordert worden, ihre Positionen bis zum 21. Oktober zu schließen und ihr Geld abzuziehen, berichtete das russischsprachige Investigativmedium The Insider am 17. Oktober. Nach der Auswertung der geänderten Nutzungsbedingungen durch das Medium verbietet Bitget zudem, die Ländersperren mit VPN-Diensten zu umgehen.
EU verschärft Sanktionen
Die Einschränkungen folgen auf schärfere Sanktionen der EU gegen Russland und Belarus. Sie richten sich auch gegen Kryptodienstleister, die bei der Umgehung von Sanktionen helfen sollen. Das im April beschlossene 20. Sanktionspaket der EU verbietet Krypto-Transaktionen mit Anbietern in Russland und Belarus, wie Bitcoin.com News berichtete. Weitere Maßnahmen vom Juli trafen einzelne Kryptofirmen und sollen verhindern, dass sanktionierte Unternehmen internationale Börsen für Überweisungen nutzen.