- Wallets und private Schlüssel soll künftig die Bank verwalten
- Bitcoin, Ether und ausgewählte Stablecoins zählen zum Startangebot
- Sicherheitsarchitektur setzt auf Mehrpersonen-Freigaben und Cold Storage
Die Deutsche Bank hat am Mittwoch den Start einer Verwahrungslösung für digitale Vermögenswerte angekündigt, die sich an Unternehmen und institutionelle Kunden in Europa richtet. Der Marktstart soll noch in diesem Jahr erfolgen, vorbehaltlich des Abschlusses des regulatorischen Prozesses. Die Bank übernimmt dabei die Verwaltung von Wallets und privaten Schlüsseln, sodass Kunden keine eigene Verwahrinfrastruktur aufbauen müssen.
Was der neue Service leistet
Zum Start unterstützt die Deutsche Bank ausgewählte digitale Vermögenswerte, darunter Bitcoin und Ether sowie Stablecoins beziehungsweise E-Geld-Token wie USDC, EURC und EURAU. Die Bandbreite soll im Zeitverlauf erweitert werden, tokenisierte Finanzinstrumente sind Teil der Produkt-Roadmap. Die Sicherheitsarchitektur umfasst nach Angaben der Bank sichere Schlüsselerzeugung mit hardwarebasiertem Schutz, eine strikte Funktionstrennung, Mehrpersonen-Freigabeprozesse sowie getrennte Warm- und Cold-Storage-Umgebungen. Ein redundanter technischer Aufbau und kontrollierte Backup- und Wiederherstellungsvorkehrungen sollen zusätzlich Ausfallrisiken abfedern. Für einzelne technische Komponenten greift die Bank auf ausgewählte externe Technologie- und Infrastrukturanbieter zurück, ohne diese namentlich zu benennen.