Vietnamesische Unternehmen eilen, um Lizenzen für die ersten heimischen Kryptowährungsbörsen des Landes zu sichern, während Hanoi darauf hinarbeitet, den Handel auf ausländischen Plattformen einzuschränken.
Eine im Februar erlassene Regierungsverordnung sieht ein Pilotprogramm für lokal betriebene Börsen für digitale Vermögenswerte vor, dessen Einführung bereits im März möglich ist.
Ein Dokument des Finanzministeriums vom 12. März zeigte, dass fünf Unternehmen eine erste Auswahlrunde bestanden haben, Reuters berichtete. Dazu gehören Tochtergesellschaften von drei Privatbanken im Land, darunter Techcombank, VPBank und LPBank, sowie VIX Securities und der Konglomerat Sun Group.
Der Schritt könnte einen Markt neu gestalten, der schnell gewachsen ist und nur wenig formale Aufsicht erfahren hat. Vietnam rangiert in der neuesten Chainalysis-Rangliste auf dem vierten Platz Globaler Krypto-Adoptionsindex, wobei vietnamesische Nutzer im Zeitraum bis Juni 2025 schätzungsweise 200 Milliarden US-Dollar in Kryptowährungen bewegt haben.
Offizielle befürchten, dass eine intensive Nutzung von Kryptowährungen und Stablecoins die Kontrolle über Kapitalflüsse schwächen könnte. Vietnam beschränkt bereits grenzüberschreitende Überweisungen, und viele Haushalte haben wenige Möglichkeiten, Ersparnisse außer in Gold und Immobilien anzulegen.
Dies hat dazu beigetragen, die Goldpreise über das globale Niveau zu treiben und Spekulationswellen im Immobilienbereich anzufachen, wie der Bericht hervorhebt. Vietnam hat ein bahnbrechendes Gesetz offiziell Erkennung digitaler und Krypto-Vermögenswerte Anfang des letzten Jahres, in dem ein umfassender Rahmen für das Management von Kryptowährungen und die Förderung von Innovationen im Sektor skizziert wurde.